0:1 gegen Walldorf auch im Rückspiel

Am Ende eines chancenarmen Spiels steht die sechste Heimniederlage. Trotz der vielen Ausfälle ist Max Mehring von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht.

Spielbericht

Max Mehring musste sein Team erneut umbauen. Wie schon in Offenbach nach der Verletzung von Jean-Yves M’voto rückte Jannik Marx als Innenverteidiger in die Fünferkette, während Louis Münn neu in die Startelf kam und im Mittelfeld auflief. Weil sich aber Jannik Sommer im Training den Finger gebrochen hatte, erhielt das Wormatia-Lazarett ein achtes Mitglied. Dafür bekam Luis Kiefer seinen ersten Heimspieleinsatz seit April, der wegen Oberschenkelproblemen 70 Minuten dauern sollte.

Kiefer hatte auch den ersten Torschuss, nachdem Lucas Torres den Ball vom Gegner erkämpfte. Torwart Idjakovic musste aber nicht eingreifen (9.). Mit der ersten Torchance gingen dann die Gäste in Führung. Ein Freistoß segelte in den Strafraum, Max Müller köpfte den Ball eher ungezielt in hohem Bogen Richtung Tor und Ricco Cymer hatte das Nachsehen (14.). Erneut also ein frühes Gegentor zuhause, das Wirkung zeigte.

Die Wormaten wirkten verunsichert, koordinierte Offensivaktionen gelangen kaum und defensiv präsentierte man sich längst nicht so überzeugend wie noch in Offenbach. Zu weiteren richtigen Chancen kamen die Gäste trotz guter Umschaltaktionen allerdings nicht, auch weil die Umstellung auf Viererkette und das Vorziehen von Marx auf die angestammte Position etwas Verbesserung brachte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs gab es dann zumindest zweimal Gefahr nach Flanken von links: Die erste von Anil Gözütok flog scharf ohne Abnehmer durch den Strafraum (37.) und die Hereingabe von Kiefer verpasste Alexander Shehada knapp (38.).

Für die 2. Halbzeit kam Felix Hache für Münn, der offensiv im Mittelfeld für etwas Belebung sorgen sollte. Die Wormaten konnten viel Ballbesitz für sich verbuchen, schafften es aber nicht, Druck aufzubauen und blieben harmlos. Da beiden Teams im letzten Drittel nicht viel gelang, blieb die Partie weiter ereignisarm. Walldorf hatte noch eine Großchance zum 0:2, Torjäger Antlitz jagte den Ball weit über das Tor (68.). Beim VfR gab es einen gefährlichen Eckball (77.), bis zur ersten echten Ausgleichschance dauerte es aber bis in die Nachspielzeit: Sandro Loechelt flach zog ab, Torwart Idjakovic parierte. Wenig später köpfte Ramzi Ferjani aus spitzem Winkel drüber, dann war Schluss.

Gästetrainer Born war glücklich mit dem erfolgreichen Start seiner Mannschaft in die Rückrunde, sein Lob für den Gegner („für die gezeigte Leistung war durchaus mehr drin“) wollte Max Mehring allerdings nicht annehmen: „Ich bin enttäuscht über die Leistung. Auch wenn wir viele Ausfälle hatten, haben wir heute in der Summe zu wenig gemacht, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Ich habe mehr erwartet, weil wir in Offenbach noch ein ganz anderes Gesicht gezeigt haben.“

Dank der Ergebnisse auf den anderen Plätzen bleibt der VfR Wormatia weiter über dem Strich. Damit das so bleibt, muss nun im letzten Spiel vor der Winterpause beim VfB Stuttgart II gepunktet werden.

Tor: 0:1 Max Müller (14.)
Gelb: Kiefer (68.), Arcanjo Köhler (70.) / Fahrenholz (73.)
Zuschauer: 782
Schiedsrichter: Niclas Zemke (Saarbrücken)

Aufstellung
Cymer – Grimmer, Reuss, Marx, Ferjani, Torres – Shehada (63. Arcanjo Köhler), Münn (46. Hache), Loechelt, Gözütok – Kiefer (70. Oliveira Damaceno).  

WormatiaTV

Wormatia Worms - Astoria Walldorf 0:1 (03.12.2022)
PK Wormatia Worms - Astoria Walldorf 0:1 (03.12.2022)

Fotos

Vorbericht

Zwei Spiele sind es noch in diesem Jahr, im letzten Heimspiel am Samstag (14 Uhr) ist Astoria Walldorf zu Gast. Nach der knappen 0:1-Niederlage im Hinspiel wollen die Wormaten diesmal unbedingt gewinnen.

In den drei Jahren während Wormatias Abwesenheit agierten die Walldorfer mit unterschiedlichem Erfolg. 2019/20 lag man zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf einem überraschenden 5. Platz, ein Jahr später stand Rang 18 in der Abschlusstabelle. Man profitierte vom ausgesetzten Aufstieg aus den Oberligen, ansonsten hätte man die Regionalliga, der man seit 2014 angehört, verlassen müssen. Die vergangene Saison wurde auf Platz 10 abgeschlossen, nachdem man sich mit drei Siegen in der Endphase aller Sorgen erledigen konnte. Nun soll es, wenn man von Verletzungspech verschont bleibt, ein einstelliger Tabellenplatz werden.

Dazu fehlt aktuell nicht viel, weil man sich sehr heimstark präsentiert. Von zehn Spielen gingen nur zwei verloren, in der Heimtabelle steht Walldorf damit auf Platz 4. Das bekam auch Drittligist Waldhof Mannheim zu spüren, der im Pokal bei der Astoria ausschied. Auswärts zeigt man ein ganz anderes Gesicht mit vier Punkten aus acht Spielen. Was sicherlich auch daran liegt, dass man die Top-Teams Ulm, Homburg und Offenbach eben auswärts vor der Brust hatte. Erst vor zwei Wochen in Mainz gelang der erste Sieg auf fremdem Platz (2:1), es folgte zwei erfolgreiche Heimspiele gegen Bahlingen (1:1) und Trier (2:1). Kurios der Sieg gegen die Eintracht, dort pfiff der Schiedsrichter gleich drei Elfmeter für die Walldörfer in der 1. Halbzeit und auch Trier bekam einen zugesprochen.

Mit Dennis De Sousa Oelsner und Jonas Weik musste man zwei Stammspieler ziehen lassen, ansonsten musste man sich nur punktuell verstärken. Außenverteidiger Mario Müller (30) bringt sehr viel Erfahrung aus Saarbrücken mit, die Zweitliga-Leihgaben Neal Gibs (20) und Henry Jon Crosthwaite (20) Talent. Die Tore schießt Niklas Antlitz (23), der mit elf Treffern seine Bilanz des letzten Jahres bereits übertroffen hat. Sturmpartner Marcel Carl (29) zeigt sich nach seiner Verletzung ebenfalls wieder treffsicher (acht Spiele, vier Tore).

Verzichten muss Wormatia-Coach Max Mehring auf die verletzten Jean-Yves M’voto, Tevin Ihrig, Daniel Kasper, Fatih Köksal und Melvyn Lorenzen. Nils Fischer hat wie Felix Hache seine Sperre zwar abgesessen, wegen Krankheit diese Woche aber nicht trainiert und wird eher keine Option sein.

Abschließend noch einmal der Hinweis auf den DKMS-Aktionstag. Am Samstag wird es ab 12:30 Uhr vor der EWR-Arena die Möglichkeit zur Typisierung geben. Im Stadion werden Spenden gesammelt und von Fanseite aus gibt es noch eine Überraschung. Ab 18 Uhr findet im Café TE eine Glühweinparty zu Gunsten der DKMS statt und (Update!) bereits ab 22.30 Uhr ein Spendenrave im Fourknox. Hier gehen die Eintrittsgelder komplett an die DKMS.

Anpfiff in der EWR-Arena
Samstag, 03.12.2022, 14:00 Uhr

Die Tageskassen sind ab 12:30 Uhr geöffnet.

Liveticker: liveticker.wormatia.de

Livestreams:
kostenpflichtig: Leagues (mit Kameramann & Kommentar)
kostenlos: Sporttotal.tv (automatische Dachkamera)

Unsere Stadionzeitung „Alla Wormatia“ gibt es hier als PDF zum Download.

Stadionzeitung
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