Nibelungen Kurier: „Danke Christian!“

31.05.2026

Von Marcus Diehl › Er war eine der letzten Konstanten im Verein: Torwarttrainer Christian Adam verlässt den VfR Wormatia Worms in Richtung Hüffelsheim. Es war für viele Wormatia-Anhänger ein Schock, als vor Wochen die Nachricht kommuniziert wurde. 

Beim letzten Saisonspiel wurde Christian Adam jetzt verabschiedet. Auf der Bildcollage, überreicht vom 1. Vorsitzenden Florian Natter, steht geschrieben „Danke Adam für 14 Jahre Wormatia“. Am Freitag beendete Christian mit dem Training der Frauen-Torhüterinnen, sein Engagement. Es war seine letzte Amtshandlung für den VfR. 

„Es war schon ein komisches Gefühl am letzten Spieltag“, so Christian Adam. Seit Januar 2012 war er im Verein. Zuerst als Spieler und dann nach einigen schweren Verletzungen ab 2014 als Torwarttrainer. In dieser Zeit hatte er einiges erlebt. Für ihn überwiegen die vielen Höhen, er vergisst aber auch nicht die Tiefen, die man zusammen erlebt haben. 

Unvergessen werden die Spiele im DFB-Pokal bleiben. Der Sieg gegen Hertha BSC Berlin, die knappe Niederlage gegen 1. FC Köln oder das Ausscheiden gegen Werder Bremen. Etwas ganz Besonderes war die Meisterschaft 2022 und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga. In dieser Zeit fungierte Christian zudem noch als Co-Trainer. 

Neues ausprobieren
Er hat für sich entschieden, etwas Neues auszuprobieren. Christian Adam: „Ich brauche eine Veränderung. Es wurde von meiner Seite immer alles offen kommuniziert. Ich bin dem Vorstand dankbar, dass sie mir trotz eines laufenden Vertrages diese Möglichkeit gewähren.“ Er findet das neue Projekt SG Hüffelsheim sehr interessant und erlaubt ihm – was das Familiäre betrifft – neue Möglichkeiten. 

Eine lange Zeit war die Wormatia für Christian Adam wie eine zweite Familie. Er wird Einiges vermissen: Die Atmosphäre, die tollen Fans, das Flair, in diesem Stadion zu spielen sowie die vielen Mitarbeiter, die er über die Jahre hat kennenlernen dürfen – daraus sind enge Freundschaften entstanden. 

Der VfR verliert einen sympathischen Mitarbeiter, der die Wormatia in seinem Herzen trägt. Er wird sicherlich mit dem Verein in Kontakt bleiben und vielleicht sieht man ihn irgendwann wieder in einer anderen Funktion bei der Wormatia. Er wünscht sich in den nächsten Jahren den Aufstieg in die Regionalliga. „Die Wormatia gehört eine Klasse höher“. Damit spricht er den Anhängern aus dem Herzen.