Nibelungen Kurier: War es eine Eintagsfliege?
26.04.2026Von Marcus Diehl › War das 5:0 gegen die Arminia in der letzten Woche eine Eintagsfliege? Von Trainer Björn Weisenborn kam im Anschluss an das Spiel am Samstag eine klare und schnelle Antwort: „Auf gar keinen Fall“. Der nackte Blick auf das Endresultat könnte etwas anderes sagen. Mit 2:6 (0:2) ging die Wormatia beim FV Engers baden.
Aber vor allem in der ersten Hälfte hätte der Spielverlauf auch in die andere Richtung gehen können. Da waren sich die beiden Trainer Björn Weisenborn und der Engers-Coach Julian Feit einig. Der VfR hatte wesentlich mehr Ballbesitz, die Gastgeber aber waren vor dem Tor sehr effizient und eiskalt.
Wormatia-Defensive hatte Probleme
Die Defensive der Wormatia hatte ihre Probleme gegen das schnelle Umschaltspiel und der damit verbundenen Schnelligkeit der Offensive von Engers. Es war ein offenes Spiel und eigentlich eine gute Leistung der Wormatia. Während die Führung schwer zu verhindern war, war der zweite Treffer mit Hilfe der Wormatia gefallen. Ein eigener Eckball mit folgenreichem Ballverlust wurde der Defensive um die Ohren gehauen. Beide Male war Manuel Simons der Torschütze.
Den verdienten Anschlusstreffer vor der Pause verhinderte Torhüter Husic mit einer Glanzparade. Den Abschluss von Kaan Özkaya holte er aus dem Winkel – eine Wahnsinnsparade! Hierzu Björn Wiesenborn: „Die Tore dürfen natürlich so nicht passieren. Da müssen wir individuell besser verteidigen.“
Der Coach hatte in der Pause noch das gute Gefühl die Partie drehen zu können, der Auftritt seiner Truppe war ja mit Hoffnung untermauert. Doch nach dem 3:0 durch Kevin Lahn war „die Messe gelesen“. Es war klar, dass dieser Rückstand gegen eine stabile und sicher stehende Abwehrreihe, fast unmöglich zu realisieren war.
Chaotische Phase der Partie
Es war der Auftakt für eine chaotische Phase der Partie. Zuerst verkürzte Mert Özkaya auf 1:3, um nach dem dritten Treffer von Simons direkt darauf auf 2:4 zu stellen. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Struktur etwas verloren und agierten zu hektisch. Als Trainer stehe ich voll dahinter, dass wir weiterhin unser Heil nach vorne versucht haben, auch wenn es in der Schlussphase in die Hosen gegangen ist“, resümierte Björn Weisenborn. Es stand die Frage im Raum – versuchen wir einen Punkt zu holen oder machen wir Schadensbegrenzung?“ In den Schlussminuten wurde der VfR noch zweimal klassisch ausgekontert. Zuerst traf Hasan Kesikci und zum Endergebnis Ayman Ed-Daoudi. Unter dem Strich war es eine verdiente Niederlage, das Endresultat spricht aber nicht für sich.
Am. Samstag zuhause gegen Eisbachtal
Am Samstag, dem 2. Mai, kommt um 14 Uhr mit den Spfr. Eisbachtal, ein Spitzenteam der Rückrunde in die EWR-Arena. Noch stehen fünf Punkte zwischen der Wormatia und den Gästen. Nach dem Ende der Hinrunde haben sie 22 Punkte erspielt, die Wormatia gerade einmal neun Punkte. Die Favoritenrolle dürfte bei Eisbachtal liegen. Im heimischen Stadion sollte das Ziel sein, dass die Punkte auch hierbleiben. Mit der Unterstützung der Fans und dem Anknüpfen der Effizienz wie gegen die Arminia, dürfte es eine interessante und offene Partie werden.
