wormatia.de: Endstation Elfmeterschießen

23.10.2025

20 Sekunden fehlten den aufopferungsvoll kämpfenden Wormaten bis zum Halbfinale, dann ging es doch noch in die Verlängerung. Am Ende setzte sich der FKP im Elfmeterschießen mit 8:9 durch.

Die Wormaten haben sich zu Blitzstartern gemausert, auch gestern Abend waren die ersten Torschüsse gleich drin. Erst staubte Nico Jäger nach pariertem Schuss von Marc Nauth ab (4.), dann ließ Laurenz Graf ebenfalls per Abstauber nach geblocktem Schuss von Altin Vrella das 2:0 folgen (8.). Die Euphorie wurde allerdings gleich eingebremst, 30 Sekunden nach Wiederanpfiff köpfte Dennis Krob auf Ehrhart-Flanke den Anschlusstreffer. Ein wahrlich packender Pokalabend mit zwei kampfstarken Teams, die sich im Dauerregen nichts schenkten!

Zunächst hatte der VfR mehr Spielanteile, der FKP schon bald aber die besseren Torchancen. Gutmanns schöner Schuss war von Tobias Edinger ebenso schön pariert worden (14.), bei der nächsten Möglichkeit war dann schon viel Glück dabei: Wieder stand Krob blank, diesmal setzte er aus zwei Metern den Ball in die Wolken (25.). Drei Minuten später machte sich Edinger breit und Krob kam nicht vorbei.

Es folgte eine Schlüsselszene: Bei einem indirekten Freistoß kam der Ball zu Nauth, dieser zu Fall und die Zuschauer forderten vehement Elfmeter (32.). Schiedsrichter Ritter entschied auf Ecke und für den Protest bekam Nicolas Obas eine Zeitstrafe. Die zehnminütige Unterzahl überstanden die Wormaten unbeschadet, dann bot sich nochmal eine Doppelchance. Nauth versuchte es nach starker Balleroberung mit dem Schuss in die Torwartecke, Malik Yerima aus der Distanz (44.). Beide Male hatte Torwart Reitz etwas dagegen. Dennoch war es dann Glück, dass es mit der Führung in die Pause ging: Zwei ganz dicke Möglichkeiten durch Ehrhart (45., 45.+4) ließ der FKP liegen.

In der 2. Halbzeit übernahmen die Gäste mehr und mehr die Spielkontrolle. Der VfR verteidigte leidenschaftlich und verhinderte bis auf Ehrharts Latten-Kopfball (61.) weitere Großchancen, konnte aber kaum für Entlastung sorgen. Lediglich Mert Özkaya setzte einen gefährlichen Schuss ab (54.), viel später auch der eingewechselte Bobby Edet (90.+1).

Der FKP erhöhte den Druck, ein Freistoß von Griess klatschte an den Pfosten (82.). Zittern war angesagt und Edinger hielt die Führung fest (90.+4). Doch in der achten Minute der Nachspielzeit (längere Verletzungsunterbrechung), mit der allerletzten Aktion Sekunden vor dem Abpfiff, traf Kukanda unhaltbar doch noch zum Ausgleich. Bitter, aber aus Pirmasenser Sicht alles andere als unverdient.

Auch in der Verlängerung war der FKP näher am Sieg, machte den reiferen und frischeren Eindruck gegen nochmal alles rausholende Wormaten. Edinger parierte gegen Wiltz (99.) und Krob (115.), brachte sein Team so ins Elfmeterschießen. Dort hätte er mit drei parierten Elfmetern endgültig zum Held des Abends werden können, doch sein Gegenüber Reitz hielt einen mehr und Vogt brachte den FKP mit dem entscheidenden 20. Elfmeter des Abends ins Halbfinale.

Mit 132 Pokalminuten in den Knochen wartet auf die Wormaten nun am Samstag um 14 Uhr das Spitzenspiel gegen die TuS Koblenz. Bis dahin gilt es, zu regenerieren und die Enttäuschung abzuschütteln.