Nibelungen Kurier: Einsatz und Wille stimmte

12.04.2026

Von Marcus Diehl › Der VfR Wormatia Worms und der FV Dudenhofen trennten sich 1:1 (1:0) unentschieden. Am Ende eine verdiente Punkteteilung. Für beide Mannschaften am Ende kein Befreiungsschlag. Doch das letzte Aufgebot der Wormatia zeigte kämpferisch eine gute Leistung. Der Wille und der Einsatz stimmten. Fußballerisch war die erste Hälfte die bessere für den VfR. Die zweite Halbzeit ließ dagegen viele Wünsche offen, was das Spielerische betrifft. Mit Blick auf die Mannschaft, die ab dieser Zeit auf dem Platz stand, muss das auch relativiert werden. Fünf Jungs aus der U19 und der U21 gaben teilweise ihr Oberligadebüt. Trainer Anouar Ddaou: „In unserer Lage und bei der momentanen Verfassung, haben sie es sehr gut gemacht.“

In der Oberliga hat sich herumgesprochen, dass es in der EWR-Arena nicht mehr so schwer ist, Punkte zu holen. Die Gäste zeigten sich offensiv eingestellt. Der VfR hatte einige Überzahlsituationen, die sie viel besser hätten ausspielen müssen.

Ungewohnte Startelf
Mit einer Startelf, die einige Fragezeichen hatte: Wie lange würde die Kraft von Leo Klein und Tom Fladung reichen? Wie wird sich Amir Moore auf der defensiven Außenbahn schlagen? In der U21 agiert er eigentlich in der Offensive. Seine ungewohnte Rolle füllte er sehr gut aus. Leo Klein stand die komplette Spielzeit auf dem Feld und Tom bis zur 79. Minute. „Beide haben sich mit Schmerzen zur Verfügung gestellt und sich als echte Führungsspieler gezeigt“, sprach der Coach.

Guter Beginn
Der VfR startete gut in die Partie und belohnte sich mit der frühen Führung. Der Hauptanteil hatte dabei Nico Jäger – seine Vorbereitung war glänzend. Bobby Edet musste nur noch den Fuß hinhalten und der Ball ging über die Linie. In der Folge blieb die weitere Belohnung jedoch aus. Es war zu sehen, dass das Selbstvertrauen nicht gerade üppig besetzt ist. Bei einer Überzahlsituation verpasste Mert Özkaya das finale Zuspiel auf Bobby Edet. Mit seiner Form der Hinrunde hätte Mert die Situation auch alleine erledigen können.

Bei Noah Maier waren es technische Probleme, als er auf dem Weg Richtung Tor den Ball nicht unter Kontrolle halten konnte. Bei seiner zweiten Chance direkt danach kam nur ein laues Schüsschen heraus. Eine Direktabnahme wäre bei Bobby Edet die bessere Wahl gewesen, so konnte er den Ball nicht unter Kontrolle halten. Die Gäste hatten eine hundertprozentige Chance auf dem Fuß. Doch John Dos Santos parierte mit einer Blitzreaktion. Gleich bei zwei Situationen im Strafraum forderten sie einen Elfmeter. Beide Male stand der Schiri in der Nähe mit gutem Blick und zeigte die Handbewegung für „Ball gespielt“ an.

Glück in der Nachspielzeit
Anouar Ddaou: „Die erste Hälfte war okay. In der zweiten Hälfte waren wir noch 20 Minuten gut im Spiel. Am Ende war der Fehler, dass wir in der ersten Hälfte nicht nachgelegt haben.“ Nach vorne wurden die Bälle nicht mehr so gut festgehalten. Der Druck der Gäste wurde größer, zuerst noch ohne nennenswerte Aktionen. In der 86. Minute der Ausgleich. Eine unnötige Aktion an der Strafraumkante war der Auslöser. Der Ex-Wormate Irfan Catovic verwandelte sicher. Kurz darauf die nächste heikle Situation im Wormatia-Strafraum, der nächste Elfmeter wurde gefordert und wieder zeigte der Schiri an – Ball gespielt.

In der Nachspielzeit hatte das Team endlich einmal das Glück auf seiner Seite. Die Gäste scheiterten am Innenpfosten und der herausspringende Ball landete in den Armen von John Dos Santos. Es gab zwar wieder keinen Heimsieg, aber der Großteil der Akteure auf dem Platz hatte alles in die Waagschale geworfen.

Nächste Spiele
Am Mittwoch geht es um 19.30 Uhr nach Gonsenheim und am Samstag um 14 Uhr kommt Arminia Ludwigshafen. Beide Teams benötigen noch dringender die Punkte als der VfR. Nach den zwei „Sechs-Punkte“-Spielen wird man sehen, wo die Reise hingeht.