Nibelungen Kurier: Die Durststrecke ist beendet

08.03.2026

Von Marcus Diehl › Der VfR Wormatia Worms kann in der Oberliga wieder für Siege sorgen. Beim FV Diefflen holten sie zum Auftakt einen Erfolg mit 2:3 (1:2). 
Zur Pause ereignete sich der größte Aufreger: Trainer Anouar Ddaou suchte das Gespräch mit dem Schiedsrichter, was mit einer Gelb-Roten Karte für den Coach endete. Es ging um die nicht gezeigte Rote Karte für Fabian Poß nach einer Tätlichkeit an Tom Fladung. Der Linienrichter setzte sich für einen Platzverweis ein, doch der Schiri zeigte, für alle unverständlich, beiden Akteuren die Gelbe Karte. Trainer Anouar Ddaou: „Ich wollte nur wissen, wofür Tom die Verwarnung bekommen hat. Er war mir gegenüber und wollte nicht diskutieren. Ich war nicht beleidigend und habe nur Fragen gestellt. Nach der Androhung, das Video weiterzuleiten, zeigte er mir die zweite Gelbe Karte.“ Es war jetzt zum zweiten Mal, dass Anouar Ddaou eine Ampelkarte in dieser Saison kassieren musste. „Ich habe in Gonsenheim in fünf Jahren keinen einzigen Platzverweis kassiert. Nun habe ich etwas den Eindruck, dass die Wormatia in gewissen Dingen anders behandelt wird.“ 

Intensives Spiel
Mit dem Spiel seiner Truppe war er sehr zufrieden. Ein intensives Spiel mit großer Übermacht bis zur 2:0-Führung. Mert Özkaya und Nico Jäger waren dabei die Torschützen. Danach kam die einzige Phase, in der der Coach etwas zu bemängeln hatte. „Uns ist die Partie aus der Hand geglitten.“ Die Gastgeber kämpften sich in die Partie zurück und kamen mit den Treffern kurz vor und kurz nach der Pause zum Ausgleich. 
Bei drei weiteren Szenen hatte der VfR das Glück auf seiner Seite, z.B. bei einem Lattentreffer. Spätestens nach der erneuten Führung durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mert Özkaya, war eigentlich nur die Wormatia am Drücker. FV Diefflen, der im Abstiegskampf um jeden Punkt kämpft, zeigte viel Moral und stemmte sich gegen die drohende Niederlage.
 
 „Die Partie war sehr umkämpft. Unsere Defensive hat aber nichts zugelassen. Diefflen hatte keine großen Torchancen mehr“, sprach Anouar Ddaou. Spielbestimmend agierte sein Team auf dem Platz. Nur das Auslassen der vielen Torchancen war dem Coach ein Dorn im Auge. Sein Team machte es unnötig spannend. Egal ob es bei Mert Özkaya, Marc Nauth oder David Schehl war – sie hatten weitere Treffer auf dem Fuß. Bei etwas mehr Genauigkeit wäre das Ergebnis nach oben geschraubt worden. 

Am Samstag gegen SC Idar-Oberstein
Am Ende zählt der Auswärtssieg und das mit einer dominanten Vorstellung der Mannschaft. Am Samstag kommt der SC Idar-Oberstein in die EWR-Arena. Sie haben auswärts mehr Punkte erzielt als zu Hause. Seit Mitte Oktober in der Fremde nicht mehr verloren und dabei beim TuS Koblenz und FV Engers gewonnen. Zum Auftakt haben sie ihr Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Eppelborn verloren. Anpfiff ist um 14 Uhr.