Die Wormatia ist wieder da!

Was für eine erste Halbzeit! Zur Pause ist das Spiel gegen Arminia Ludwigshafen bereits entschieden, am Ende feiern die Wormaten mit 5:0 den ersten Heimsieg seit Oktober.

Spielbericht

Manchmal bringt ein Trainerwechsel den erhofften Impuls, manchmal nicht. Vielleicht gab auch die Aussprache mit den Fans gestern Abend nach dem Abschlusstraining den Ausschlag. Oder vielleicht war es auch einfach nur das Glücksgefühl zweier schnell aufeinander folgender Tore. Jedenfalls konnte man nach dem Spiel das Fazit ziehen: Die Wormatia ist wieder da!

Interimscoach Björn Weisenborn stellte wieder um auf 4-2-3-1, stellte Laurenz Graf in den Sturm und die Özkaya-Zwillinge in die Startelf, dazu durfte Moritz Gotthardt als Rechtsverteidiger ran. Man konnte ihm nach 90 Minuten ein äußerst glückliches Händchen attestieren.

Zwei verunsicherte Mannschaften tasteten sich zunächst ab und produzierten Fehler. Nach einem Einwurf fiel Memokoh der Ball vor die Füße, sein Schuss verfehlte das Wormatia-Tor. Da hätte das Spiel ganz anders verlaufen können. Im Gegenzug luchste Mert Özkaya Mosquera den Ball ab, den Flachschuss von Niklas Meyer lenkte Urban zur Ecke (4.). Schnell merkten die Zuschauer aber deutlich, dass die Wormaten sich hier etwas vorgenommen hatten: Deutlich bissiger im Zweikampf, schnelles Umschaltspiel, die Körpersprache – kein Vergleich zu den Vorwochen. Phasenweise wurden Gegner und Ball in der gegnerischen Hälfte regelrecht gejagt.

Ein Doppelschlag lenkte das Spiel dann in die richtigen Bahnen. Robuster Einsatz im Luftkampf von Graf, Ablage Nico Jäger, Mert Özkaya lässt den Torwart aussteigen – 1:0 (18.). Drei Minuten später fungierte Graf erneut als Ballverteiler, Mert Özkaya mit dem Direktpass in den freien Raum – 2:0 Niklas Meyer. Gemeinsam ging es Richtung Fans zum Jubeln, alles erinnerte plötzlich wieder an das so erfolgreiche erste Saisondrittel.

Die Wormaten waren beflügelt und entschieden mit einem weiteren Doppelschlag die Partie noch vor der Pause. John Dos Santos‘ Abschlag verlängerte Graf, Nico Jäger nutzte einen Schrittfehler von Yalcinkaya und spitzelte an Urban vorbei zum 3:0 (36.). Drei Minuten später hatte Moritz Gotthardt seinen großen Auftritt. Jäger leitete im Anschluss an eine Ludwigshafener Ecke den Konter ein, Gotthardt dribbelte von Strafraum zu Strafraum, brachte mit dem Glück des Tüchtigen den Ball noch zu Mert Özkaya und es hieß 4:0. Die Fans konnten ihren Augen kaum trauen. Ein 4:0 in der 1. Halbzeit gab es zuletzt 2021 beim 7:0 gegen die TSG Pfeddersheim. Spätestens nach Polats Ampelkarte wegen Meckerns (43.) war die Messe für die Gäste komplett gelesen.

In der 2. Halbzeit wollten die Wormaten so weitermachen. Graf scheiterte an Urban (52.) und köpfte einen Eckball knapp vorbei (72.). Aber insgesamt machte sich die englische Woche und die deutliche Führung auf dem Platz bemerkbar. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Omar Hashem Sayed. Anders als kurz zuvor Mert Özkaya (85.) schaffte er es, Urban mit dem Schuss in die Torwartecke zu überlisten und mit seinem ersten Oberligator den 5:0-Endstand zu erzielen (89.). U21-Teamkollege Amir Moore lieferte den Assist, ebenfalls eine Premiere.

Ein befreiender Sieg für Mannschaft, Fans und Verantwortliche. Der erste Heimsieg seit Oktober, der höchste seit August 2023 (5:0 gegen Waldalgesheim) und damit das leise heranschleichende Abstiegsgespenst vertrieben. Mit so einem Auftritt ist auch am nächsten Samstag beim FV Engers etwas zu holen.

Tore: 1:0 M. Özkaya (18.), 2:0 Meyer (21.), 3:0 Jäger (36.), 4:0 M. Özkaya (39.), 5:0 Hashem Sayed (89.)
Gelb: Baderschneider (24.) / Antonaci (41.), Straub (42.), Polat (44.), Hannawald (59.)
Gelb-Rot: Polat (Arminia), Meckern (44.)
Zuschauer: 664
Schiedsrichter: Marcel Göttel (Wiesbaden)

Aufstellung
Dos Santos – Gotthardt, Klein (67. Hashem Sayed), Baderschneider, Ralda (79. Siontis) – Fladung (79. Maier), K. Özkaya – Jäger (67. Schehl), M. Özkaya, Meyer (54. Moore) – Graf. 

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Highlights Wormatia Worms vs Arminia Ludwigshafen 5:0 (18.04.2026)
PK Wormatia Worms vs Arminia Ludwigshafen 5:0 (18.04.2026)

Fotos (EDM_Photos18)

Vorbericht

Spiel 1 nach dem, wie die WZ es nennt, „Wormatia-Beben“. Am Samstag um 14 Uhr ist der Tabellenfünfzehnte Arminia Ludwigshafen zu Gast. Interimscoach Björn Weisenborn verspricht: „Das wird harte Arbeit in einer schwierigen Situation, aber die Mannschaft wird alles reinwerfen!“

Zwischenzeitlich in Abstiegsgefahr, hätte die Arminia letzte Saison sogar besser abschneiden können als letztlich Platz 9. Doch zum Saisonende geriet man in eine Negativspirale, die auch in die neue Saison ausstrahlte. So kam es bereits am 3. Spieltag zum Trainerwechsel, Matteo Monetta übernahm für Chris Chorrosch. Die Wende brachte aber erst der Sieg im Kellerduell gegen Eppelborn am 10. Spieltag. Dem folgte wenige Tage später der Hinspielsieg gegen unsere Wormatia, was eine Serie von zehn Pflichtspielen ohne Niederlage beendete. Danach punkteten die Arminen weiter fleißig, bis zur Winterpause wurden nur noch drei Spiele verloren. Zum Jahresende schwächelte man wieder, dennoch blieb das Saisonziel „gesichertes Mittelfeld“ in Schlagdistanz.

Ins neue Jahr ging es wie geplant mit neuem Trainer, Marco Laping übernahm mit Monetta als Co. Doch nach vier Punkten aus fünf Spielen war dieses Kapitel schon wieder zu Ende, Laping und Monetta traten nach der „desolaten Vorstellung“ beim 2:4 gegen Eisbachtal zurück. Die Arminen hatten 2:0 geführt und in der Nachspielzeit verloren. Als Feuerwehrmann übernahm Ralf Gimmy, unter dessen Anleitung durch mannschaftliche Geschlossenheit am Wochenende ein sehr respektables 1:1 gegen die TuS Koblenz gelang und dann am Mittwochabend ein 7:0-Kantersieg gegen Schlusslicht Eppelborn. „Die Höhe des Sieges ist gut für die Moral der Truppe, wir wissen unsere Leistung und das Ergebnis einzuordnen“, so der neue Trainer.

Größte Überraschung im Sommer war der Abgang von Kapitän Nico Pantano nach zehn Jahren und knapp 300 Spielen. Seinen Platz in der Zentrale hat quasi Yakub Polat vom VfR Mannheim übernommen, der allerdings defensiver orientiert ist. Die Kapitänsbinde ging an Ricardo Antonaci. Eingespielt hatte sich eine Ex-Wormatia-Flügelzange mit Steffen Straub auf links und Malte Moos auf rechts.

Transferbewegungen in der Winterpause gab es nicht. So verfügt die Arminia weiterhin über den ältesten Kader der Liga und das spiegelt sich auch in der Startelf wieder. Nicht selten finden sich dort lediglich 2-3 Spieler, die jünger als 29 sind. Umso deutlicher sticht der 19-jährige Stürmer Yassin Memokoh hervor, der mit elf Treffern der beste Torschütze ist.

Ein ganz besonderes Spiel ist es für Björn Weisenborn. Nicht nur ist er nach der Trennung von Anouar Ddaou nun hauptverantwortlich für die Wormatia-Mannschaft, er trifft in dieser Rolle auch gleich auf seinen vorherigen Verein. Zusätzliche Ausfälle hat er vor dem Abschlusstraining nicht zu vermelden, aber auch keine weiteren Rückkehrer.

U21: Das Landesligateam hat sich wohl leider aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet, auch beim FSV Offenbach ging ein Sechs-Punkte-Spiel verloren und der Abstand auf Platz zwei beträgt acht Punkte. Abwehrchef Elias Wekesser wurde schmerzlich vermisst. Am Sonntag um 16 Uhr ist der SVW Mainz zu Gast.

Anpfiff in der EWR-Arena: Samstag, 18.04.2026, 14:00 Uhr
Die Tageskassen sind ab 12:30 Uhr geöffnet.
Eintrittspreise und Vorverkauf
Liveticker: liveticker.wormatia.de
Livestream: youtube.com/WormatiaTV und auf Twitch

 Alle Spiele gegen Arminia Ludwigshafen in der Ergebnisdatenbank
 Rückblick Hinspiel (YouTube)
 Der Kader des Gegners (transfermarkt.de)
 Zu- und Abgänge des Gegners (transfermarkt.de)