Kein Mittel gegen tief stehende Karlsruher

Bei der 0:1-Niederlage im Karlsruher Wildpark-Stadion vor 315 Zuschauern (davon die Hälfte aus Worms) beißt sich Wormatia an der Abwehr die Zähne aus – und trifft in der Nachspielzeit die Latte.

Eine gute Nachricht gab es vor Spielbeginn: Kevin Knödler meldete sich wieder einsatzbereit. Martin Wagner rutschte für Kevin Wittke (Trauerfall) ins Team, ansonsten blieb die Mannschaft unverändert. Und die tat sich schwer gegen die bombensicher stehende Karlsruher Abwehr. Eine einzige Torchance gab es in der ersten Halbzeit zu bestaunen, die leider der Gastgeber auch zum Tor des Tages nutzte. Bei einem Karlsruher Angriff tat sich plötzlich eine große Lücke in der Viererkette des VfR auf und Patrick Haag konnte freistehend das 1:0 erzielen (31.). Ansonsten spielte sich die Partie hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen statt. Auch Wormatias Abwehr stand, vom Tor abgesehen, sicher. Im zentralen Mittelfeld gingen jedoch ungewöhnlich viele Bälle verloren, sodass Frank Schröer zur Halbzeit in der Kabine blieb und durch Patrick Barnes ersetzt wurde.
Kevin Knödler war es dann zu verdanken, dass das Spiel nicht frühzeitig entschieden war. Nachdem der KSC durch einen Ballverlust an der Mittellinie zum Konter eingeladen wurde, behielt Knödler gegen den frei durchgelaufenen Kern mit einem klasse Reflex die Oberhand (52.). Die Gastgeber standen nun mit zwei Vierketten noch tiefer und die Wormaten versuchten sich kontrolliert dem Strafraum zu nähern, um nicht wieder in einen möglicherweise vorentscheidenden Konter zu laufen. 70% Ballbesitz dürften die Wormaten in der zweiten Halbzeit gehabt haben, doch es fanden sich einfach keine Lücken in der KSC-Defensive. Patrick Barnes setzte nach einer knappen Stunde im Grätschen den ersten Torschuss, zielte aber einen Meter zu hoch. Martin Wagner hatte zweimal nach abgewehrten Angriffen die Gelegenheit zum Nachschuss, bekam beim ersten jedoch zu wenig Druck hinter den Ball (70.), beim zweiten wuchtigen Versuch stand Torwart Twardzik in der richtigen Ecke (81.). Nach einem Konter kurz darauf vertändelte Karlsruhe das eigentlich sichere 0:2, sodass die mitgereisten Fans bis zum Schluss noch auf den Ausgleich hoffen konnten. In der Nachspielzeit war dieser dann tatsächlich nur noch ein paar Zentimeter entfernt: Martin Gollasch zog von der Strafraumkante ab – Latte.

Die nächste Gelegenheit zum Punktesammeln gibt es erst in 14 Tagen, wenn die SpVgg. GreutherFürth II zu Gast im Wormatia-Stadion ist. Um im Rhythmus zu bleiben, trifft Wormatia nächsten Freitag in einem Testspiel auf den 1.FC Saarbrücken (19:00 Uhr in Halberg-Brebach).


Karlsruher SC II

Twardzik – Schiek, Mosch, Heinrich, Walsh – Kern, O. Schröder, Keusch (46. Rutz), Haag (86. Hasel) – Nguyen (71. Cambeis), Zoller

Wormatia Worms
Knödler – Lang, Rösner, Stark, Krettek – Schröer (46. Barnes) – Wagner, Böcher, Gollasch – Hübner, Oppermann.

Tor: 1:0 Haag (31.)
Gelb: O. Schröder – Schröer, Rösner, Barnes
Schiri: Günsch (Battenberg)
Zuschauer: 315