Dank Doppelschlag ins Viertelfinale / Gollasch Mann des Tages

Dank eines 3:0-Sieges (Bopp, Gollasch, Feller) vor 720 Zuschauern beim SC Idar-Oberstein zieht Wormatia ins Südwestpokal-Viertelfinale ein und trifft dort auswärts auf den Sieger der Partie FK Pirmasens – Alemannia Waldalgesheim.

Ohne die erkrankten oder angeschlagenen Marcel Gebhardt, Jean-Claude Mpassy, Artur Krettek und Manuel Rasp ging es nach Idar. Niels Magin übernahm die Position des Linksverteidigers, Sven Bopp ersetzte Marcel Gebhardt in der Zentrale und auf den Außen versuchten sich Imad Kassem-Saad und überraschend Andreas Feller.
Das Ergebnis liest sich zwar deutlich, jedoch sah es über weite Strecken nicht nach einem klaren Sieg für die Wormaten aus. Das Spiel war ausgeglichen, die Gastgeber wirkten phasenweise aktiver und aggressiver, ohne jedoch zu Torchancen zu kommen. Die hatten die Wormaten nach zwanzig Minuten, ein Abseitstreffer von Martin Gollasch bildete den Start einer starken Viertelstunde. Gollasch brachte den Ball dann nach einem Einwurf auch erstmals gefährlicher aufs Tor (24.), Andreas Feller schloss einen Konter mit einem Schuss übers Gebälk ab (26.), Sandro Rösners Schuss nach einem Eckball blieb in der Abwehr hängen (30.) und Kassem-Saad donnerte nach feiner Vorarbeit durch Gollasch aus wenigen Metern drüber (34.). Dazwischen gab es allerdings auch eine hochbrenzlige Situation vor dem Kasten Manuel Wolffs, der durch einen verunglückten Befreiungsschlag von Matthias Lang regelrecht „abgeschossen“ wurde (29.). Ansonsten war für die Idarer Angriffe bei Lang und Rösner Endstation, wobei sich der Gastgeber immer wieder über die rechte Abwehrseite durchkombinieren konnte und vor allem der starke Sebastiao Philipp Stiller ins Schwitzen brachte. Auf Wormser Seite tat sich vor allem Martin Gollasch hervor, der sich mit vorbildlichem Einsatz und Siegeswillen gegen seinen Ex-Verein hingebungsvoll in jeden Zweikampf warf und dafür bisweilen kräftig auf die Socken bekam – mit fortschreitender Spieldauer konnte man fast den Eindruck gewinnen, der ein oder andere hätte mit dem im Winter aussortierten Ex-Kollegen noch Rechnungen zu begleichen. Schwer gezeichnet war Gollasch bereits seit der zehnten Minute, als er mit seinem Gegenspieler im Luftkampf zusammenrasselte und fortan mit Turban weiterspielte.

Auch Halbzeit zwei sah ein ausgeglichenes Spiel und es dauerte knapp zwanzig Minuten, ehe der VfR wieder gefährlich vor dem Tor auftauchte. Frank Schröers Schuss fehlte jedoch noch einiges, um Torwart Borschnek gefährlich werden zu können (72.). Ein ganz anderes Kaliber packte wenig später Sven Bopp aus: Martin Gollasch hatte sich im Mittelfeld durchgesetzt, der Ball kam in die Mitte zu Bopp und der drosch diesen aus 25 Metern in den Winkel. Der zwar nicht unverdiente, aber doch etwas überraschende Führungstreffer (75.). Doch es kam noch besser, denn vier Minuten später legte der VfR nach. Ein langer Ball Richtung Zouhair Bouadoud war eigentlich schon problemlos abgelaufen, doch Bouadoud ergrätschte sich den Ball mit großem Einsatz vor der Torauslinie, befreite sich von seinem Gegenspieler und passte scharf in den Strafraum, wo Gollasch zum 2:0 eingrätschte und seinen starken Auftritt krönte (79.). Eine besondere Genugtuung auch für die mitgereisten Fans, die sich zuvor bei den zahlreichen, nicht immer gepfiffenen Fouls an Gollasch heftig erregten. Ex-Wormate Dimitri Mayer nahm wenig später Rache und grätschte Gollasch ohne Rücksicht auf Verluste brutal um – glatt Rot (83.)! Gollasch hatte sich glücklicherweise nicht schwerer verletzt, wurde zur Sicherheit aber gegen Marc Heidenmann ausgewechselt. Die passende Antwort gab Andreas Feller, seit dem achten Lebensjahr Wormate, und schoss in seinem dritten Pflichtspiel für die erste Mannschaft zum 3:0-Endstand ein (87.).

Wormatia Worms
Wolff – Stiller, Lang, Rösner, Magin – Feller, Schröer, Bopp, Kassem-Saad (88. Oswald) – Gollasch (83. Heidenmann), Bouadoud (81. dos Santos).

In der Halbzeit wurden bereits Viertel- und Halbfinale ausgelost, Wormatias Gegner wird am 20. April ausgespielt.

Viertelfinale:
TB Jahn Zeiskam (VL, 6.) – TuS Hohenecken (VL, 3.)
FV Dudenhofen (VL, 5.) – Südwest Ludwigshafen (VL, 12.)
FK Pirmasens/Alemannia Waldalgesheim (OL, 5./8.)- Wormatia Worms (RL, 18.)
Viktoria Herxheim (LL, 8.) – SVN Zweibrücken (OL, 1.)

Halbfinale:
Dudenhofen/Südwest – Herxheim/Zweibrücken
Zeiskam/Hohenecken – Pirmasens/Waldalgesheim/Worms