Nibelungen Kurier: Große Effizienz gezeigt

02.08.2026

Von Marcus Diehl › Perfekter Start in die Saison für den VfR Wormatia Worms in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Beim FC Rot-Weiß Koblenz holte man einen 4:1 (2:0)-Erfolg. Laut Resultat ein hoher Sieg, über die neunzig Minuten gesehen ist aber noch Einiges an „Luft nach oben“. 

Bei den Spielanteilen wie auch an den Abschlüssen in Richtung Tor lagen die Gastgeber vorne. An der Effizienz vor dem gegnerischen Tor war bei der Wormatia nichts zu bemängeln, darin zeigte sie sich eiskalt – verdient war der Sieg in jedem Fall!

Die Gastgeber kombinierten bis zur Strafraumkante ganz schön, danach zeigten sie ihre Schwäche. Nach ihrem einzigen Tor mussten einige gefährliche Situationen von der Wormatia-Defensive ausgebügelt werden. Ein weiteres Gegentor lag in der Luft. So ganz sicher war der Drei-Tore-Tore Vorsprung nicht. Wer weiß, was passierte wäre, wenn ein weiteres Mal der Ball hinter der Linie geholt werden musste?

Abgezockte Vorstellung
Koblenz zeigte eine gute Moral und hat nie aufgegeben. Am Ende gab es an den drei Punkten nichts zu rütteln. Das Team von Trainer Artur Lemm zeigte eine abgezockte Vorstellung – ruhig und abgeklärt. 

Die Startelf war die gleiche wie letzte Woche gegen Sandhausen. Der Start in die Saison war etwas zu bedächtig. In der 16. Spielminute wurde der VfR das erste Mal gefährlich, was gleich in ein Tor umgemünzt wurde. Ein gut durchgespielter Angriff über mehrere Stationen veredelte Nico Jäger zum ersten Saisontor. 

Beim zweiten Tor in der 34. Minute zeigte sich Belel Meslem eiskalt und traf in technisch guter Manier. Zwemal durfte sich Torhüter Luca Pedretti auszeichnen. In der 24. Minute fischte er einen Schuss aus der unteren Ecke und kurz vor dem Pausenpfiff entschärfte er einen Kopfball. In den letzten Minuten wuchs der Druck der Gastgeber an. 

Zwei Torversucher und zwei Tore
Nach Wiederanpfiff gab es zwei Torversuche und zwei Tore – eines schöner als das andere. Sehr gut durchkombiniert traf Nicolas Obas zum 3:0 in der 52. Minute. Zwei Minuten später schlenzte Mert Özkaya den Ball ins lange Eck – 4:0 für den VfR. Beim Ehrentreffer war diesmal die rechte Defensivseite der Wormatia zu offen und Mohannad Saed Haj Mohamed stand völlig blank und ließ Luca Pedretti keine Abwehrchance. 

Der Druck wurde jetzt größer und die Wormatia stand zu passiv, Entlastungsangriffe waren eine Seltenheit. Das Unvermögen der gegnerischen Stürmer, einen Luca Pedretti im Tor und etwas Glück waren die Ursachen dafür, dass kein weiteres Tor geschluckt werden musste.

Trotzdem kann auf diese Leistung aufgebaut werden. Auswärts einen Sieg einzufahren – und das am ersten Spieltag, wo bei vielen Clubs noch einige Fragezeichen herrschen – wünscht sich jeder Trainer. Koblenz war nicht viel schlechter, auch wenn das Ergebnis es vermuten lässt. Die Wormatia war in einigen Situationen nur cleverer und stabiler. 

Am Samstag kommt es zum ewigen Duell gegen den Dauerrivalen FK Pirmasens, einem echten Klassiker am zweiten Spieltag. Von der zweiten Bundesliga bis zur Verbandsliga standen sich die zwei Vereine schon in 152 Partien gegenüber. Die Bilanz spricht allerdings gegen die Wormatia, Anpfiff ist um 14 Uhr.  Wie der Verein bekannt gegeben hat, wird der Eintritt für Schüler, Studenten und Azubis auf den Stehplätzen frei sein. 

Die Mannschaft hat es verdient, dass der bisherige Offensiv-Fußball von den Zuschauern angenommen wird. In den letzten Jahren wurde genau dieses Thema immer immer wieder moniert, aber in so einer Partie kann es auf nur wenige Nuancen ankommen. Die Fans können dabei ein entscheidender Faktor sein.