Nibelungen Kurier: VfR kommt immer wieder zurück
26.07.2026Von Marcus Diehl › Der VfR Wormatia Worms ist zu neunzig Prozent gerüstet für die Saison 2026/27. Gegen den Aufstiegsfavoriten der Regionalliga Südwest, SV Sandhausen, verkaufte sich das Team von Trainer Artur Lemm gar nicht so schlecht. Am Ende musste eine 3:6 (2:3) Niederlage kassiert werden.
Drei Gegentore in der Nachspielzeit machten einen noch besseren Eindruck etwas zunichte. Allein die Offensivabteilung der Gäste war hochkarätig besetzt. Eine Mammutaufgabe für die Wormatia-Defensive. Es war noch nicht alles perfekt, einige Abstimmungsfehler im gesamten Defensivverbund waren dabei noch zu bemängeln. Trainer Artur Lemm: „Man muss es realistisch sehen. Der Gast kam mit seiner Stammelf. Wir agieren hinten mit Manndeckung und folgen unseren Gegenspielern. Kann manchmal ungeordnet aussehen. Wir haben sie aber sehr gut gestellt.“ Das sind alles Dinge, die sich in den nächsten Wochen einspielen werden.
Starke Offensive
Die Offensive machte dagegen Freude. Vor allem Justin Barry hatte viel Spaß am Fußball. Die gesamte Angriffsreihe spielte mutig nach vorne, nahm die Zweikämpfe an und gab sich nach Rückstand nie auf und zog ihr Spiel durch. Die Startaufstellung könnte Rückschläge für den ersten Spieltag geben. Bis auf Laurenz Graf, der kurzfristig angeschlagen ausgefallen ist, könnte es die erste Startelf für diese Saison gewesen sein. Luca Pedretti startete im Tor. Davor Raphael Akoto, Altin Vrella und Nathan Büker. Des Weiteren wurden sie von Nicolas Obas, Tom Fladung und Volkan Rona unterstützt. In der vorderen Front agierten Justin Barry, Nico Jäger, Mert Özkaya und Belel Meslem.
Hin und Her
Nach drei Minuten Spielzeit konnte noch Schlimmes geahnt werden. Die Gäste kamen sehr schnell zu ihrer ersten Führung. Nach der 2:7-Niederlage vom Donnerstag schien es kurzzeitig, dass es so weitergeht – weit gefehlt. Die Wormatia legte ihre Anfangsscheu schnell ab und zeigte sich über weite Strecken als unangenehmer Gegner. Schnell traf Justin Barry, nach Vorarbeit von Mert Özkaya, zum Ausgleich.
In der 17. Minute die erneute Führung von Sandhausen. Begünstigt von einem Fehler im Spielaufbau der Wormatia. Der erneute Ausgleich rief viel Beifall auf der Tribüne hervor. Ein exzellenter Spielzug wurde mit Erfolg ausgespielt. Torhüter Luca Pedretti machte mit einem Abschlag das Spiel schnell. Justin Barry brillierte mit einer gekonnten Ballannahme und viel Durchsetzungsvermögen, weiter zu Mert Özkaya, der direkt zu Belel Meslem passte, dessen Direktabgabe im langen Eck landete. Per Elfmeter wurde der dritte Rückstand kassiert.
Guter Schwung, schlechtes Ende
Mit viel Elan kam der VfR aus der Kabine. Nach wenigen Sekunden scheiterte Belel Meslem am Torhüter. Kurz darauf traf Belel dann doch zum 3:3. In der Folge durfte sich Luca Pedretti noch auszeichnen. Sein Gegenüber konnte sich über fehlende Arbeit auch nicht beschweren. Beide Teams wechselten munter durch. Bevor die Gäste in der Nachspielzeit ihren Sieg eintüten konnten, hatte der VfR in der 90. Minute den eigenen Treffer vor Augen. Zuerst scheiterte Justin Barry am Torhüter, den anschließenden Kopfball setzte Omar Hashem Sayed über den Kasten.
Die letzten drei Tore sollten in dieser Art nicht passieren. Es soll als Betriebsunfall bewertet werden. Lehren daraus ziehen und sich an der Leistung der regulären Spielzeit erfreuen. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Inhaltlich bin ich voll zufrieden. Wir sind jetzt erst am Ende der Vorbereitung“, so der Coach.
Zuvor wurde die neue Mannschaft vorgestellt. Mit der Unterstützung vom Autohaus Cuntz wurden sie in das Stadion gebracht. Zahlreiche Jugend- und das Inklusionsteam wurden für ihre vergangenen Leistungen geehrt. Gleichzeitig wurde mit Malerbetrieb GmbH Benno Giegerich, Inhaber Dominik Jäger, ein neuer Co-Trikotsponsor vorgestellt. Der Firmenschriftzug ist zukünftig unter der Trikotnummer zu finden.
Saisonauftakt am Samstag
Die Vorfreude auf das erste Saisonspiel am Samstag ist vorhanden. Der VfR spielt um 14 Uhr bei Rot-Weiß Koblenz.
