Nibelungen Kurier: Talfahrt der Wormatia geht weiter

16.04.2026

Von Marcus Diehl › Die Situation spitzt sich weiterhin zu. Der VfR Wormatia Worms kann den „Turnaround“ leider nicht schaffen. Am Mittwochabend wurde beim Ex-Verein von Trainer Anouar Ddaou, dem SV Gonsenheim, mit 2:3 (0:1) eine weitere Niederlage kassiert. Sie war dazu noch sehr verdient. Alle drei Gegentore gingen gravierende Fehler zuvor. 

Beide erzielte Treffer der Wormatia waren durch Elfmeter gefallen, die Laurenz Graf verwandeln konnte. Die Offensivreihe war wieder einmal nur ein laues Lüftchen. Zu harmlos, unkreativ und ohne Durchschlagskraft kamen die Gastgeber nie in ernsthafte Gefahr. Nach gutem Start in die Partie war ein Fehlpass im Aufbauspiel der Auslöser für den Rückstand in der 13. Minute. Schnell und präzise konnte Gonsenheim umschalten und Maurice Neukirch traf ohne Probleme. 

Gleich nach der Pause das 0:2. Nach einer Ecke köpfte Maurice Neukirch ohne Gegenwehr den Ball rein. Nach dem Anschlusstreffer wurde die Hoffnung nur kurz darauf wieder erstickt. Der nächste Fehlpass leitete das 1:3 durch Cem Demir ein. In der 84. Minute fiel das zweite Wormatia-Tor. Dazu waren die Gastgeber in der Schlussphase nach einem Platzverweis nur noch zu zehnt. In der Endphase der Partie war der VfR zu ideenlos, um die gut gestaffelte Defensivreihe in Verlegenheit zu bringen. Diese Niederlage hätte noch höher ausfallen können. 

Nächstes Spiel
Am Samstag kommt Arminia Ludwigshafen um 14 Uhr in die EWR-Arena. Ein prekäres Derby steht an. In den letzten Jahren, egal wie die Tabellenplätzen waren, ging es immer zur Sache. Die Arminia ist mittendrin im Abstiegskampf. Sie wissen, um was es geht. 

Schon im Hinspiel, als der VfR noch klarer Favorit war, haben sie den Wormaten den Schneid abgekauft und mit 2:1 gewonnen. Dies war zu diesem Zeitpunkt der erste Stimmungsdämpfer. Was danach bis heute auf dem Platz gebracht wurde, spricht für einen Absteiger. Für Ausreden ist jetzt keine Zeit mehr.

Auch wenn der Kader nicht für einen Abstiegskampf zusammengestellt wurde, müssen die Spieler jetzt zeigen, dass ihr Fußballerherz für die Wormatia schlägt. Dies gilt aber auch für die Zuschauer. Das Team braucht die Unterstützung. Auf dem Platz und auf den Rängen ist sehr viel Luft nach oben.