Nibelungen Kurier: Blutleer in allen Bereichen
29.03.2026Von Marcus Diehl › Einige Pfiffe nach dem Schlusspfiff, wenige Raus-Rufe gegen die Verantwortlichen, keinerlei Fangesänge sowie einen teilweise leblosen Auftritt der Oberligatruppe. Es fällt einem momentan sehr schwer, den Weg in die EWR-Arena zu finden, wenn ein Punktspiel ansteht. Das Rheinhessenduell zwischen dem VfR Wormatia Worms und dem TSV Gau-Odernheim endete mit 0:0.
Dem Spiel etwas Positives abzugewinnen geht nicht. Es ist schon bedenklich, dass nach dem Spiel das Ausbleiben eines Gegentores als Erfolg gefeiert wird – und das gegen das offensivschwächste Team der Liga! Die Ansprüche eines Vereins wie der Wormatia, müssten doch ganz andere sein. Die Wormatia kann froh sein, das immer noch 657 Zuschauer dem Spiel beiwohnen wollten.
Fakt ist: Seit Monaten hinkt die Mannschaft ihren Ansprüchen mehr als hinterher. Bei einigen Spielern könnte der Eindruck entstehen, dass die Liga zu anspruchsvoll für sie ist oder sie damit schon abgeschlossen haben.
In Bezug auf die Startelf haben genau diese Spieler den gewohnten Einsatz gezeigt, die sicher in der nächsten Saison das Wormatia-Trikot tragen werden. Positiv zu nennen wären dabei Lukas Sundin und Vasileios Siontis.
Sehr langweiliger Spielverlauf
Dazu, dass die Partie einen sehr langweiligen Verlauf genommen hat, haben auch die Gäste beigetragen. Während die einen nicht konnten, wollten die anderen nicht am Spiel teilnehmen. Sie haben sich ganz auf die Defensive konzentriert. Hätte die Möglichkeit bestanden, sie hätten noch mehr Spieler vor dem Tor platziert. Ihre Defensivarbeit haben sie aber mit Bravour erledigt. Trotzdem müssen sie auch für ihren Offensivauftritt kritisiert werden. Mit etwas mehr Mut und Wille – sie hätten den VfR in die völlige Tristesse bringen können. Gerade bei ihren ganz wenigen Vorstößen, haben die Gäste für mehr Gefahr gesorgt. Unter anderem mit ihrer größten Gelegenheit in der Partie, die aber Torhüter John Dos Santos exzellent entschärfte. Die Gäste waren aber nur auf ein torloses Unentschieden aus, was nach den neunzig Minuten am Ende vielleicht ein Fehler war.
Das Spiel der Wormatia ist schnell erzählt. Hoher Ballbesitzanteil ohne eine einzige Torchance. Es war immer der gleiche Ansatz im Spiel – ohne einen Ertrag. Die Wormaten konnten keine Ideen kreieren. Sie machten es den Gästen sehr einfach ihr Tor sauber zu halten.
Das Ende der jetzt schon verkorksten Saison wird herbeisehnt. So blutleer – auf den Rängen wie auf dem Platz war – seit langen keine Partie der Wormatia mehr. Eine Besserung ist nicht in Sicht, eher das Gegenteil …
