Nibelungen Kurier: Wie kann das sein?
22.03.2026Von Marcus Diehl › Mit der Frage: Wie kann das sein, ist nicht die Niederlage gemeint, sondern ein Platzverweis nach zwei Minuten Spielzeit, wegen Tätlichkeit, für Kaan Özkaya. Trainer Anouar Ddaou: „Das darf natürlich nicht passieren. Ist mir auch unbegreiflich. Er hat sich bei mir, beim Team und bei den Fans dafür entschuldigt.“
Eine ganze Partie mit einem Mann weniger zu bestreiten, ist eine Herkulesaufgabe. Der Matchplan, auf den die ganze Woche daraufhin gearbeitet wurde, war hinfällig. Mit der Einwechslung von Moritz Gotthardt nach 13 Minuten für Lukas Sundin änderte der Coach die Defensivformation. Hinten Stabil stehen, gut verteidigen, war die Prämisse für die Partie. Mit versuchten Nadelstichen in der Offensiv für Entlastung sorgen und vielleicht damit zum Erfolg kommen. In der 7. Minute die einzige große Chance der Gastgeber in der ersten Hälfte. Torhüter Tobias Edinger verhinderte mit einem Reflex den Rückstand. Ansonsten war Auersmacher zwar spielbestimmend, aber Kopflos, wenn sie im Strafraum für Gefahr sorgen wollten. Die wenigen Angriffe der Wormatia verpufften ebenfalls.
Unnötiger Elfmeter
In der zweiten Hälfte wurden die Gastgeber gefährlicher in der Offensive. Sie kamen öfters zu Abschlüssen. In bezeichneter Weise für den gebrauchten Tag der Wormatia fiel der Siegtreffer durch einen verwandelten Elfmeter durch Dominik Kaiser. „Das Foul war absolut unnötig. Es bestand keine Torgefahr. Den Gegenspieler zu begleiten, hätte ausgereicht“, sprach der Coach. Jabez Makanda war der Übeltäter. In der Folge verpassten die Gastgeber das Ergebnis zu erhöhen. Was sich fast gerächt hätte. Bei einer Doppelchance von Timo Jäger und Laurenz Graf parierte Torhüter Timo Jäger zweimal glänzend und verteidigte damit die Null für Auersmacher.
In der 78. Minute wechselte Anouar Ddaou gleich dreimal in der Abteilung Offensive. Für die etablierten Mert Özkaya, Niklas Meyer und Bobby Edet kamen die drei Youngster Lionel Gitau, Vasileios Siontis und Amir Malik Moore. Anouar Ddaou: „Sie haben sich aufgerieben, waren völlig platt, Sie mussten viele Wege gehen.“ Mit Amir Malik Moore feierte ein weiterer Akteur aus der Landesligatruppe sein Debüt in der ersten Mannschaft.
Nächstes Spiel
Am Samstag kommt der TSV Gau-Odernheim in die EWR-Arena. Der Aufsteiger, der eine überragende Saison bisher gespielt hat und brennen wird, die große Wormatia zu besiegen. Da können sie beweisen, ob sie als Mannschaft funktionieren und sie das Wormatia-Herz auf den Platz bringen können.
