Nibelungen Kurier | Saisonwiederbeginn ab 1. September?

28.04.2020

WORMATIA: Meinungsbild von 18 Vereinen der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar wird ermittelt

Der Spielbetrieb der Oberliga Rheinland-Pfalz Saar ist aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Auf einer für Mittwoch, dem 29. April, einberufenen Telefonkonferenz, an der sowohl alle 18 Vereine als auch Vertreter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar teilnehmen, soll ein Meinungsbild ermittelt werden, das über das weitere Vorgehen der aktuellen Spielzeit 2019/20 Aufschluss liefern soll. Wie in der Presse bereits thematisiert, hat der SWFV dabei die Empfehlung gegeben, die Saison ab dem 1. September fortzusetzen. Im Vorfeld der einberufenen Konferenz ist es dem Wormatia-Vorstand ein  Anliegen, den Fans die Position des VfR Wormatia 08 Worms hierzu mitzuteilen.

Sofortiger Runden-Abbruch

„Uns ist bewusst, dass unsere Mannschaften die Saison am liebsten auf sportlichem Weg beenden möchten. Wir als Vorstand des VfR Wormatia können der Empfehlung des SWFV jedoch nicht folgen und müssen uns klar für den sofortigen Abbruch der Runde aussprechen, egal in welcher Form. Dabei bevorzugen wir die Wertungsvariante mit Auf-, aber ohne Absteiger“, teilt der Vorstand mit.

Der VfR Wormatia erachte diese Variante als die sinnvollste, vor allem unter Berücksichtigung der erschwerten finanziellen Situation, die ab dem Monat Juli eintreten werde. Die Vereine wären bei einer Fortsetzung der Saison 2019/20 gezwungen, spätestens zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs die kompletten Personalkosten bis zum Ende der nachgeholten Spiele (November, Dezember) zu tragen, ohne dass bis zum Start der neuen Saison weitere Sponsoringeinnahmen zu erwarten wären.

Das Geschäftsjahr des Fußballs würde durch eine Weiterführung der Saison nicht mehr zum 30. Juni enden, was hinsichtlich der bestehenden Verträge mit Sponsoren und Spielern aus Sicht des VfR Wormatia nicht umsetzbar sei.

„Die Einnahmen aus dem reinen Spielbetrieb reichen in keinster Weise aus, um die laufenden Kosten zu decken. Bei einem Verein in unserer Größenordnung würde das ein monatliches Minus im fünfstelligen Bereich bedeuten. Wir wissen, dass wir mit dieser Meinung bei weitem nicht alleine sind und sehen der Konferenz mit Spannung entgegen“, so der Vorstand.