Nibelungen Kurier: Parallelen zum TuS-Spiel waren nicht zu übersehen
21.05.2026Von Marcus Diehl › Zum wiederholten Male war für den VfR Wormatia Worms in Koblenz nichts zu holen. Gegen Rot-Weiß Koblenz kassierte sie eine 2:4 (1:2)-Niederlage. Für Interimscoach Björn Weisenborn war es die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel.
„Gegen TuS Koblenz und den FV Engers hatten wir zwei Spitzenteams dabei. Gegen Rot-Weiß sollte man etwas Zählbares mitnehmen“, resümierte Weisenborn nach der Partie. Eine Partie, die für die Wormatia erst in der zweiten Hälfte in Schwung kam. Die erste Hälfte war dagegen enttäuschend – und das alles noch vor den Augen des neuen Trainers Artur Lemm. Dieser bekam einige Dinge präsentiert, die er in der nächsten Saison so bestimmt nicht mehr sehen möchte.
Sieg hätte höher ausfallen müssen
Mit nur einem Tor Rückstand, war der VfR noch gut bedient, es hätte für die Gastgeber noch deutlicher ausgehen müssen. Tyler Wozny und Takumu Yamahara – mit direkt verwandelten Freistoß – konnten Torhüter Tobias Edinger überwinden. Bei beiden Abschlüssen hatte Tobias die Fingerkuppen noch am Ball. Positiv war der glückliche Anschlusstreffer noch vor der Pause, den Rot-Weiß mit einem Fehlpass im Spielaufbau selbst einleitete. Omar Hashem Sayed drückte den Ball dann über die Linie.
Björn Weisenborn: „Wir waren viel zu harmlos, haben keinen Druck auf den Ball bekommen und waren in allen Dingen zu passiv. In keiner Phase haben wir das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben.“
In der Pause wurde es etwas lauter und mit drei Wechseln, reagierte Weisenborn auf die mangelhafte 1. Hälfte. Getroffen hatte es Ralda Oliveira, Jabez Makanda und Mert Özkaya, der nach seinen vier Toren im letzten Spiel wieder ein anderes Gesicht gezeigt hat.
„Es fehlte die Leidenschaft, in die Zweikämpfe zu gehen“, begründete Björn seine Maßnahme. Es hätten aber auch noch weitere Akteure treffen können. Da werden sich einige Akteure umstellen müssen, denn genau die Eigenschaften Leidenschaft, hohe Intensität und ein großes Arbeitsethos möchte Artur Lemm von seiner neuen Mannschaft sehen.
Torchancen erarbeitet
In der zweiten Hälfte wurde es wieder besser. Torchancen wurden erarbeitet und es entwickelte sich ein offenes Spiel. Per Kopf, nach einer Ecke, traf Laurenz Graf zum Ausgleich. David Schehl traf nur die Latte und Omar Hashem Sayed fand seinen Meister im gegnerischen Torhüter
Zum großen Unglücksraben avancierte Tom Fladung. Gleich zwei Eigentore gingen auf sein Konto, beide Male mehr als unglücklich. „Björn Weisenborn dazu: „Beim ersten Tor wollte er noch retten. Wenn Tom ihn nicht gemacht hätte, hätte der Koblenzer hinter ihm getroffen. Das zweite Mal hat er unglücklich abgefälscht.“ „Jugend forscht“ geht scheinbar beim VfR weiter.
Mit Emanuel Rodriquez-Ibarra, hat ein weiterer Spieler aus der A-Jugend sein Debüt gefeiert. Am Sonntag steht das letzte Saisonspiel auf dem Plan. Der Tabellendritte FC Emmelshausen-Karbach kommt um 15 Uhr in die EWR-Arena. Zum Abschluss nochmals ein harter Brocken …
