wormatia.de: Ein Punkt mit der Rumpftruppe

11.04.2026

Wieder kein Heimsieg, wieder ein später Ausgleich. Mit dem letzten Aufgebot stehen beim 1:1 gegen den FV Dudenhofen am Ende vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Platz.

Mit der Doppelspitze Noah Maier / Bobby Edet, U21-Spieler Amir Moore als Rechtsverteidiger, Mert Özkaya auf der linken Außenbahn und den Comebacks von Leo Klein und Tom Fladung, gab es einige Änderungen in der Startelf. Auf der dünn besetzten Bank saßen neben Moritz Gotthardt und David Schehl nur noch Spieler aus U21 und U19. Diese Mannschaft schaffte es trotzdem, in den ersten 45 Minuten mehr Chancen zu erspielen als in den letzten drei Spielen zusammen.

Es gelang endlich mal wieder ein guter Start. Nico Jäger dribbelte an der Grundlinie in den Fünfer, seine Ablage schob Edet zur frühen Führung ein (7.). Fast hätte Bobby sogar einen Doppelpack geschnürt, köpfte bei einer Ecke aber aus kurzer Distanz den Torwart an (9.). Mehr drin gewesen wäre auch bei einem Konter, den Mert Özkaya nicht gut ausspielte (14.). Akrobatisch probierte es Edet nach einer Kopfballablage von Noah Maier (23.). Und dann hatte Maier selbst zweimal binnen einer Minute die dicke Chance zum 2:0 auf dem Fuß. Erst vertändelte er einen Alleingang aufs Tor (31.), dann traf er aus der Drehung dann Ball nicht voll (32.). Luca Baderschneiders Schuss nach einer Ecke wurde noch geblockt (36.) und Mert Özkaya hätte sich für einen Pass in die Schnittstelle zu Edet statt für einen Schlenzer über das Tor entscheiden können (43.).

John Dos Santos musste auf der anderen Seite nur gegen Scharfenberger eingreifen, parierte den Schuss aufs kurze Ecke mit einer Fußabwehr (16.). Viel mehr im Mittelpunkt stand Schiedsrichter Jan Ulmer, dessen Pfeife bei zwei möglichen Elfmetern stumm blieb. Lucas Baderschneider mit dem langen Bein gegen Metz (35.) und Vasileios Siontis gegen Sprengling (45.), beide Male hieß es „weiterspielen“. Zumindest bei Baderschneider klärt auch die Zeitlupe nicht, ob der Schiri hier richtig lag.

Die Marschrichtung für die 2. Halbzeit lautete, weiter auf das 2:0 zu spielen. Doch nach einem Missverständnis zwischen Klein und Baderschneider war Scharfenberger plötzlich durch, der Ball versprang und Dos Santos konnte ihn sichern (53.). Ein Schreckmoment, der in der Folge spürbare Unsicherheit in die Mannschaft brachte. Der gerade zusammen mit U19-Spieler Joshua Correa (Oberligadebüt) eingewechselte Omar Hashem Sayed hätte mit einem erfolgreichen Alleingang aufs Tor für Ruhe sorgen können, leider zeigte der SR-Assistent fälschlicherweise eine Abseitsposition an (65.). Später fand eine Hereingabe von Correa keinen Abnehmer (71.).

Und so blieb die knappe Führung fragil und wackelig, weil den Gästen aus Dudenhofen immer wieder mal Durchbrüche gelangen und den Wormaten die Angst vor Fehlern in Kopf und Beine kroch. Die gelb-belasteten Fladung und Siontis wurden ausgewechselt, der ebenfalls verwarnte Klein blieb drin und musste in der ein oder anderen Situation sichtlich aufpassen. In der Schlussphase kam auch der 19-jährige Rohan Mani zu seinem Oberligadebüt, sodass am Ende vier Spieler aus U21 und U19 auf dem Platz standen. Ausgerechnet Mani war es, der am Boden liegend den Ball wegspitzeln wollte und dabei den Fuß von Metz traf. Den fälligen Elfmeter verwandelte Irfan Catovic zum Ausgleich (86.).

Man kann den Chancen aus der 1. Halbzeit nachtrauern und von zwei verlorenen Punkten sprechen. Man muss aber auch froh sein, dass zumindest der eine Punkt geblieben ist. Denn leicht hätten die Wormaten auch mit ganz leeren Händen dastehen können. Der nachgezogene Fuß von Baderschneider gegen Heimgärtner war eigentlich ein ziemlich eindeutiger weiterer Elfmeter (88.), aus Ärger über den ausbleibenden Pfiff handelten sich gleich zwei Offizielle des FVD auf der Bank eine Rote Karte ein. Und in der Nachspielzeit sprang Scharfenbergers Flachschuss vom Pfosten in Dos Santos‘ Arme statt zum Siegtreffer ins Tor.

Nun wartet eine englische Woche auf die Wormaten. Am Mittwoch geht es nach Gonsenheim, am Samstag ist Arminia Ludwigshafen zu Gast. Die Personallage wird sich etwas entspannen, kehren doch drei Gesperrte zurück.