Nibelungen Kurier: Nur die U21 der Wormatia gewinnt
04.08.2025VfR Wormatia Worms U21 – TuS Knittelsheim 3:1 (1:1)
Wer diese Partie erst in der zweiten Hälfte sah, konnte überhaupt nicht erahnen, dass die Wormatia einen Mann weniger auf dem Feld hatte. In keiner Sekunde war die Schwächung dem Team anzumerken. Ganz im Gegenteil. Sie waren über die zweite Spielhälfte das viel bessere Team. Spielerisch sind sie sowieso fast immer augenfällig, technisch oft überlegen und in diesem Spiel auch kämpferisch auf einem guten Niveau. Und dies gegen eine Pfälzer Mannschaft, die für ihre physische Stärke bekannt ist. Die Wormatia hat den Männerfußball angenommen. In der ersten Hälfte hatten die Gäste außer dem Ausgleichtreffer noch zwei oder drei gefährliche Aktionen. In der zweiten Hälfte haben sie zwar am Ende etwas Druck ausgeübt. Aber außer ein paar gefährlichen Flanken ohne Abnehmer am Ende kam nichts dabei heraus.
Die Wormatia führte schnell dank Omar Hashem Sayed mit 1:0. Durch eine Unachtsamkeit fiel der Ausgleich. Mit einer Roten Karte schwächte Tim Nagel sein Team. Vielleicht etwas zu kleinlich vom Schiedsrichter. Doch bis zur Pause hätte der VfR wieder in Führung gehen können.
Nach der Halbzeit war der VfR spielbestimmend. „Spielerisch haben wir noch Luft nach oben, aber wir waren eine Stunde in Unterzahl, damit bin ich dann natürlich zufrieden mit der Leistung und dem Ergebnis“, gab Co-Trainer Eugen Gopko zu Protokoll. Mit der Zugabe, dass noch einiges an Arbeit mit dem Team ansteht. In der Zone fehlte manchmal der Stürmer, der den Ball über die Linie brachte.
Ein Fehler des Gästetorhüters brachte die erste Riesenchance für den VfR. Nach einem Ballverlust konnte Omar Hashem Sayed nur mit einem rüden Foul gestoppt werden. Doch den fälligen Elfmeter konnte Leonardo Goltz nicht verwandeln. Er scheiterte mit seinem Versuch am Torhüter, der damit seinen Fehler wieder wettmachen konnte.
Ein Eigentor brachte die erneute Führung. Bei einem Klärungsversuch wurde nur der eigene Mann angeschossen – doch der Ball trudelte über die Linie. Glücklich, aber verdient für die Wormatia. Mit einem blitzsauberen Solo sorgte Justin Jennewein für die Entscheidung. Mit Ruhe und Cleverness konnte er einige Abwehrspieler stehen lassen und überlegt einschieben. Ein gelungener Auftakt der Wormatia Reserve, der für mehr hoffen lässt.
