Nibelungen Kurier: So hoch wie seit langer Zeit nicht mehr

17.05.2026

Von Marcus Diehl › Wormatia-Fans hatten gleich zweimal einen Grund zur Freude am Wochenende. Am Samstagmorgen kam die Pressemeldung, dass die Özkaya-Zwillinge eine weitere Saison das Wormatia-Trikot tragen werden. Am Nachmittag wurde das Tabellenschlusslicht FV Eppelborn mit 8:0 (3:0) aus der EWR-Arena geschossen.

Das Ergebnis ist eigentlich noch zu niedrig ausgefallen, etliche Chancen wurden noch vergeben. Das wäre aber Jammern auf hohem Niveau und würde den tapfer kämpfenden Gästen auch nicht gerecht werden. Einen Ehrentreffer hätten sie auf jeden Fall verdient gehabt. Trotz klarer Unterlegenheit zeigten sie sich über die komplette Spielzeit als eine faire Mannschaft, die sich am Ende aber ihrem Schicksal hingegeben hatte. Trainer Björn Weisenborn: „Teilweise hat man gesehen, dass es um wenig bis gar nichts mehr geht. Wir wollten aber seriös auftreten und alles auf dem Platz lassen.“ 

Chancen der Gäste
Immer zum Start der zwei Halbzeiten hatten die Gäste ihre Chancen. Nach wenigen Minuten bei einem Freistoß, den Torhüter Tobias Edinger abwehren konnte, und nach der folgenden Ecke ging der Ball knapp vorbei. In der 64. Minute hatten sie bei einem Pfostentreffer von Simon Jostock Pech und die Wormatia Glück.

Die Wormatia betätigte sich zuerst als Chancentod. Wobei die Szene mit Niklas Meyer, einen halben Meter vor dem Tor, schon etwas von Slapstick hatte. Geschuldet durch die Bodenverhältnisse traf er mehr den Rasen und der Ball ging vorbei. Vasileios Siontis, Mert Özkaya, Niklas Meyer und Omar Sayed versemmelten weitere gute Gelegenheiten.

Toller Torreigen
In der 27. Minute startete der Torreigen. Nico Jäger bereitete vor und Mert Özkaya veredelte die Hereingabe. Fünf Minuten später konnte Laurenz Graf von der Mittellinie unbehelligt starten und traf aus vierzehn Metern ins lange Eck. Mit dem Halbzeitpfiff traf Amir Moore nach feinem Solo zum Pausenstand. 
Die zweite Hälfte plätscherte lange Zeit so hin. Es hatte etwas von Freundschaftsspielcharakter.

Aus der U21 feierte Finn Schäufele sein Debüt. Die weiteren Wechsel brachten dann frischen Wind in das Spiel – während bei den Gästen die Kräfte schwanden. Anders ist der Einbruch in der Schlussviertelstunde nicht zu erklären. Noch fünfmal musste der Torhüter den Ball aus dem Netz holen.

Auch die Art und Weise, wie sie die Gegentore kassierten, spricht für einen Absteiger. Die Wormatia nutzte den sich bietenden Raum nunmehr gnadenlos aus und traf fast mit jedem Torschuss: Mert Özkaya nach feinem Zuspiel von Nico Jäger zum 4:0, Noah Maier per Abstauber zum 5:0 und David Schehl nach feinem Solo quer über den Platz zum 6:0. Für die letzten zwei Tore war wieder Mert Özkaya zuständig. Vier Treffer nach der Vertragsverlängerung – so sollte es weitergehen. Dann kann er ein großer Baustein in der nächsten Saison werden. 

Nächstes Spiel
Am Mittwoch geht es zu Rot-Weiß Koblenz, bevor am Sonntag das letzte Heimspiel und gleichzeitig das letzte Saisonspiel auf dem Programm steht. Der Anpfiff wird um 15 Uhr in der EWR-Arena ertönen.