Nibelungen Kurier: VfR schießt sich Frust von der Seele

16.03.2026

Klare Sache im Derby. Schon in der ersten Hälfte spielten nur die Gastgeber. Der TuS wehrte sich tapfer. Kämpferisch ist dem Team nichts vorzuwerfen. In der Offensive aber viel zu harmlos. In der vierten Minute die Führung. Nach einer guten Einzelleistung knallte David Boateng aus spitzem Winkel den Ball ins obere Tordreieck. Jeder Angriff brachte Gefahr vor dem TuS-Gehäuse. Beim zweiten Treffer von Omar Hashem Sayed wurde die Abwehrkette mit einem einfachen Pass von Finn Scheufele viel zu leicht ausgespielt. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte der TuS seine stärkste Phase. Hätte Kevin Bernhardt mehr Kraft in seinen Schuss setzen können, wäre der Abschlusstreffer vielleicht gefallen. So hatte Torhüter John Dos Santos keine Mühe den Ball abzuwehren. Es war vielleicht die entscheidende Szene der Partie. Der gesperrte Trainer Franz Graber, der als Zuschauer natürlich anwesend war, trauerte etwas dieser Szene hinterher. „Wer weiß, was passiert, wenn dieser Ball ins Tor geht. Vielleicht hätten wir den VfR mehr ärgern können.“

In der Folge durfte der Coach aber neidlos anerkennen, dass sein Team chancenlos war. Denn kurz darauf fiel der dritte Treffer durch Finn Scheufele. Es ging dabei alles zu schnell für den TuS. Mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute schraubten David Boateng und Devran Aslan das Ergebnis auf 5:0. Per Elfmeter erhöhte Nenad Jasarevic auf 6:0. Zum Endstand traf Omar Hashem Sayed. Dass in der Schlussphase noch drei Zeitstrafen, zwei für den TuS und eine für den VfR, ausgesprochen werden mussten, war völlig überflüssig. Die Partie war mehr als entschieden. Wormatia-Trainer Björn Weisenborn: „Es war eine ordentliche Leistung von uns. Die richtige Reaktion auf die letzten Wochen. Nur hätten wir in der ersten Hälfte schon mehr Tore erzielen müssen.“