Nibelungen Kurier: So etwas dürfte eigentlich nicht passieren!
16.02.2026Von Marcus Diehl › Auch im sechsten Testspiel in den letzten zwei Jahren gegen den Hessischen Oberligisten RW Walldorf bleibt der VfR Wormatia Worms sieglos. Am Ende stand ein 3:3 (0:2) auf der Anzeigetafel – und das nach einer 0:3-Führung für die Wormatia. Eine drei Tore Führung nach 54. Spielminuten noch zu verspielen, darf eigentlich nicht passieren.
Dazu Trainer Anouar Ddaou: „In der Meisterschaft darf so etwas natürlich nicht passieren und das würde auch nicht, bin ich mir sicher.“ Einige Stammkräfte fehlten verletzt oder krank. Viele Wechsel in der Schlussphase brachten das Konstrukt und die Ordnung durcheinander. Dazu der dritte Test innerhalb einer Woche – zuzüglich einer harten Vorbereitung.
Zwei Treffer von Nico Jäger
Das alles darf natürlich nicht als Ausrede herhalten, macht die ganze Sache aber etwas verständlicher. Dass der Coach jedem Spieler seine Einsatzzeiten in der Vorbereitung sichert, spricht für sich und ist fast eine Selbstverständlichkeit. Zufrieden können die Verantwortlichen mit der Leistung der Truppe aber sein. Vor allem mit der Effektivität in der ersten Halbzeit. Torchancen erspielten sich die Gastgeber aber auch. U19-Torhüter Ian Wiedemann konnte sich dabei auszeichnen. Beide Treffer vor dem Pausentee erzielte Nico Jäger. Nach zehn Minuten profitierte er nach einem gekonnten Zuspiel durch Mert Özkaya und in der Nachspielzeit köpfte er eine Hereingabe von David Schehl ein.
Tore durch Einwechselspieler
Es war eine gute erste Hälfte zweier offensiv eingestellter Mannschaften. Mit seinem zweiten Assist leitete Mert Özkaya den dritten Treffer durch Noah Maier ein. Sein Schuss ging abgefälscht in die Maschen. Jetzt begann die Zeit der Wechsel und das auf beiden Seiten, allerdings mit dem stärkeren Effekt bei Walldorf. Alle drei Tore wurden durch Einwechselspieler erzielt. Treffer zwei und drei fielen in den letzten zwei Spielminuten.
In dieser Phase hätte sich der VfR einfach cleverer verhalten müssen, egal wer auf dem Platz steht. Zum Ärger kam hinzu, dass nach dem Anschlusstreffer mehrere ganz dicke Gelegenheiten zu leichtfertig vergeben wurden. Der vierte Treffer hätte fallen müssen und dann wären die Wormatia als Sieger vom Platz gegangen. So hat sie sich selbst um den verdienten Lohn gebracht. Das wäre gut für das Selbstvertrauen und die Moral gewesen.
Weiterer Härtetest am Samstag
Trainer Anouar Ddaou resümierte: „Es ist immer mehr zu erkennen, wer am nächsten Spieltag in der Startelf stehen wird.“ Da werden die Fans am Samstag genau hinschauen. Dann kommt es zu einem der wenigen Heimpartien in der Vorbereitung. Der Verbandsligist FV Fortuna Heddesheim kommt auf den Kunstrasen in der EWR-Arena und das als Tabellenführer. Im Kader stehen mit Luca Graciotti und Pasquale Marsal, zwei ehemalige Wormatia-Spieler. Das Spiel wird ein weiterer Härtetest, auch wenn der Gegner eine Klasse tiefer agiert. Anpfiff ist um 15 Uhr.
