Nibelungen Kurier: Zweikampfverhalten noch verbesserungswürdig

08.02.2026

Von Marcus Diehl › Die zweite Garnitur des Zweitligisten SV Darmstadt 98 nahm am Samstag zuhause Revanche für die Niederlage in der Sommervorbereitung. Damals holte der VfR Wormatia Worms einen 5:2-Erfolg. Diesmal ging die Partie – an selber Stelle – mit 4:3 (2:2) für die Lilien aus, gleichzeitig war es die nächste Niederlage in der Wintervorbereitung. 

Noch sind vier Wochen Zeit, um wieder in die Erfolgsspur einzubiegen – ein umgekehrtes Bild wie im Sommer. Damals wurden nur Siege zu Beginn gefeiert. Aber es ist Vorbereitung, noch kein Grund für große Besorgnis. Trainer Anouar Ddaou resümierte: „Die Mannschaft kann damit umgehen. Wir studieren viele neue Dinge ein und deswegen bin ich auch phasenweise sehr zufrieden, wie manches funktioniert hat. Aber leider halt nicht über die komplette Spielzeit.“

Effektives Angriffs-Pressing 
Das vom Coach angestrebte hohe und effektive Angriffs-Pressing funktionierte gleich zu Beginn hervorragend. Die erste Spielminute war noch nicht abgelaufen und schon traf Nico Jäger zur Führung. Der Druck wurde weiterhin hochgehalten und der Gegner zu Fehlern gezwungen. In der Folge machte der VfR diese Fehler aber auch und die wurden dann in einfache Gegentore umgemünzt.

Die Grundstruktur war vorhanden. Die Defensive stand eigentlich sehr gut. Nur das Wort „Zweikampfverhalten“ hatte das Team nicht verinnerlicht, die Konsequenz fehlte. „Wir wollen direkte Zweikämpfe führen, führen sie aber nicht“, so Anouar Ddaou und fügte noch hinzu: „Das gilt nicht nur für die Defensive.“ Nach dem Ausgleich brachte Laurenz Graf den VfR erneut in Führung, um dann noch vor der Pause erneut den Gleichstand zu kassieren.

„Altin Vrella ist nicht adäquat zu ersetzen“
In der zweiten Hälfte gingen die Gastgeber durch einen Doppelschlag mit 4:2 in Führung. David Schehl traf dann noch zum Endstand. Das neue Innenverteidiger-Duo bildeten Leo Klein und Luca Baderschneider. Neuzugang Jabez Mukanda agierte auf der Position vor der Abwehr. Neuer Kapitän ist Tom Fladung, sein Stellvertreter Laurenz Graf. Anouar Ddaou zu den Neuerungen: „Altin Vrella ist nicht adäquat zu ersetzen. Die Mannschaft muss das im Kollektiv kompensieren. Das gilt für den sportlichen Aspekt, wie auch für den menschlichen.“ 

Am Dienstag geht es um 20 Uhr zum Verbandsligisten FV Biebrich – zum ersten Mal gegen einen klassentieferen Gegner.