FuPa.net: Wormatia-Präsident: „Nicht mit vergangenem Jahr vergleichbar“
11.12.2025Florian Natter, der Vorstandsvorsitzende des Oberligisten VfR Wormatia Worms, hat sich im Offenen Kanal zu den aktuellen Themen rund um den Wormser Verein geäußert
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Worms. Der letzte Sieg? Am 18. Oktober. Kein Wunder, freuen sich die Wormaten nach dieser nicht endenden Negativserie auf die Winterpause und die nun begonnene mehrmonatige Spielpause. „Mal die Köpfe frei kriegen”, hatte Kapitän Altin Vrella sich und seinen Mitspielern nach dem Jahresabschluss gegen Pirmasens (1:2) mitgegeben. Am 12. Januar nehmen die Oberliga-Kicker des VfR Wormatia Worms die Vorbereitung auf das zweite Halbjahr auf.
Der Restart steigt am 7. März beim FV Diefflen. Bis dahin gilt das aktuelle Tabellenbild. Im Vergleich zur vergangenen Saison ist die sportliche Lage in diesem Winter kaum besser. Wieder stehen die Wormser im Niemandsland der Tabelle. Und wieder schauen sie im kommenden Jahr im Pokal nur noch zu. Im „Offenen Kanal” äußerte sich Wormatia-Präsident Florian Natter…
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.
… zur aktuellen sportlichen Situation: „Es ist natürlich schon frustrierend. Jeder erinnert sich sicher noch an die letzte Szene im Pokal (FK Pirmasens gleicht in der 90+8. Minute aus, erzwingt Verlängerung und siegt im Elfmeterschießen, Anm. d. Red.). Man muss sicher sagen, dass die Mannschaft am Anfang der Saison ‘überperformt’ hat. Uns war klar, dass die Qualität der Mannschaft nicht für die Top-Drei in der Liga reicht, aber anfangs hat sie es super gemacht. Dann kam das Pokalspiel gegen Pirmasens und das Spiel gegen TuS Koblenz (1:4, Anm.), das nur deutlich aussah. (…) Wir kamen in einen Abstiegsstrudel rein und so wurde es von Woche zu Woche schwieriger (…). Am Ende war es zu wenig. (…) Ich glaube, man kann die Situation nicht mit der vom vergangenen Jahr vergleichen. Damals stand keine Mannschaft auf dem Platz, die Aktuelle ist intakt. Das ist eine gesunde Basis und jetzt gilt die Aufgabe, aus dieser Basis sportlich mehr zu machen.”
… zur Kaderplanung vor der Saison: „Uns war vor der Saison schon bewusst, dass wir eigentlich einen Innenverteidiger zu wenig haben. Das Problem ist, man muss immer schauen, was man bekommen kann. Und wenn die Spieler nicht besser sind, als die Jungs, die bei uns in der Innenverteidigung spielen können, ergibt es keinen Sinn, sie zu holen. Die Positionen Innenverteidiger und Mittelstürmer sind seit ein paar Jahren die schwierigsten auf dem Transfermarkt. (…) Der Ausfall von Leo Klein (nur vier Saisonspiele, Anm.) hat uns brutal getroffen. Wir sind schon in Gesprächen mit Spielern für nach dem Winter, aber auch ab dem Sommer, denn wir müssen es in diesen beiden Transferphasen hinbekommen, dass wir künftig einen Kader haben, mit dem wir mit den Top-Drei in dieser Liga mitspielen können. Das muss der Anspruch sein und das habe ich auch immer gesagt.”
… zum Ruhestand der Wormatia-Ultras „Supporters Worms 1997“: „Wir waren darüber informiert und hatten ein Gespräch mit den Supporters, in dem wir uns offen ausgetauscht haben. Natürlich ist das ein riesiger Einschnitt und das nicht nur im Stadion. Die Supporters haben auch im sozialen Bereich viel gemacht, Stichwort DKMS, Tafel oder Arbeitseinsätze. Damit waren sie ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Wir versuchen, im kommenden Jahr einen runden Tisch mit unseren Fan-Gruppierungen und allen Interessierten anzuregen, um uns gemeinsam darüber auszutauschen, wie es nun weitergehen wird. (…). So eine Entscheidung fällt nicht von heute auf morgen. Und so eine Entscheidung muss man auch respektieren. Die Gründe waren vielfältig und für mich nachvollziehbar. (…) Am Ende ist das eine Gruppierung mit vielen Leuten und einzelnen Beweggründen.”
… zur Verbandsstrafe wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern beim Supporters-Abschied gegen den FCK II: (…) „Mich hat gestört, dass während des Spiels fortwährend Bengalos gezündet wurden. Das hat nichts mit einer Choreografie zu tun, deswegen hat mich das schon geärgert. Am Ende werden Strafen nach Anzahl Bengalos berechnet. Das heißt in dem Moment: einer im Stadion hat Freude und der Verein muss zahlen. (…) Fairerweise muss ich sagen, dass die Fans noch am Spieltag gesagt haben, dass sie sich bei der Strafe einbringen werden. (…) Ein gewisses Verständnis für die Aktion ist da, das hinten war für mich aber einfach nicht nötig.”
… zur Kaderplanung in der Winterpause: „Ein, zwei, drei Spieler werden im Winter gehen und es werden einige neue Spieler kommen. Aber es wird keinen großen Umbruch geben.”
