Nibelungen Kurier: Neuhausen holt sich auch das zweite Derby

08.09.2025

Der TuS Neuhausen feierte am Montag den zweiten Saisonsieg und wieder in einem Derby. Das Team hat sich den Sieg verdient geholt. Nicht weil es die bessere Mannschaft war, sondern weil es vor allem in der zweiten Hälfte eine sehr gute Mentalität auf dem Platz gezeigt hat. Neuhausen hat den wesentlich größeren Willen an den Tag gelegt haben, einfach „geiler“ darauf waren, das siegbringende Tor zu erzielen.

Kurz gesagt – Neuhausen hat sein „TuS-Gen“ gezeigt und ist einfach als eine Einheit aufgetreten. Die Wormatia hat sich diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Sie hätte aus ihrer Überlegenheit und den Torchancen viel mehr machen müssen. Zwei Minuten vor dem Siegtreffer kombinierte sie sich in den Strafraum hinein und was macht David Schehl für einen Abschluss? Kläglich und ohne Wucht über den Kasten.

Da hat die Überzeugung gefehlt, die Christof Mayrer in der 96. Minute hatte. Gegen zwei Abwehrspieler setzte er sich mit eisernem Willen durch und vollendete zum Siegtreffer. In der ersten Hälfte hatte der TuS noch viel zu viel Respekt gezeigt, obwohl man in der sechsten Minute durch einen Freistoß von Christopher Ludwig bereits in Führung gegangen ist.

Am weiteren Spiel nahm der TuS eigentlich nicht teil. Der VfR bestimmte das Geschehen. Folgerichtig ist durch David Boateng auch der Ausgleich gelungen. Kurz vor der Pause musste der Torschütze eigentlich nachlegen. Schon am Torwart vorbei gespielt, hatte er das leere Tor vor sich. Doch er hat nicht mit dem Einsatz von Furkan Altun gerechnet. Er hatte den halbherzigen Torschuss noch von der Linie gekratzt. 

Nach dem Wiederanpfiff legte der TuS eine andere Körpersprache an den Tag. Der eingewechselte Luca di Stefano scheiterte mit zwei dicken Chancen. TuS-Torhüter Rohde hatte Glück, dass sein Rettungsversuch gegen Amir Moore auf der Latte landete und nicht im Netz.

Sogar ein Geschenk von Christopher Ludwig konnte der VfR nicht ausnutzen. Sein Rückpass ging genau in die Füße der Wormatia-Offensive, aber gleich drei Versuche landeten nicht im Kasten. Da halfen auch die fünf eingesetzten Spieler aus dem Oberliga Kader nichts. Spielerisch sieht alles gut aus, aber halt nur bis zum Strafraum. Noch etwas Erfreuliches am Ende: Es war ein sehr faires Derby.