wormatia.de: Drei Punkte zum Rückrundenbeginn
23.11.2024Endlich! Beim 3:0 gegen Viktoria Herxheim zeigen sich die Wormaten auf allen Ebenen verbessert und punkten wieder dreifach.
Trainer Marco Reifenscheidt hatte bereits aus der Niederlage gegen Engers positive Eindrücke mitgenommen und änderte die Startelf daher nur gezwungener Maßen. Für den verletzten Moritz Gotthardt spielte Talha Baylan, der angeschlagene Erijon Shaqiri saß auf der Bank und wurde durch Irfan Catovic ersetzt. Nicht dabei waren der angeschlagene Sandro Loechelt, der erkrankte Jamal Willrich und der in die 2. Mannschaft versetzte Pascal Nicklis.
Die Gäste aus Herxheim legten vom Anstoß weg druckvoll los und hatten nach zwei Minuten schon zwei Torchancen. Luca Pedretti war beim Schuss von Ikubu zur Stelle, faustete bei der fälligen Ecke allerdings am Ball vorbei. Glück, dass Gehrlein vorbeiköpfte. Danach waren die Wormaten an der Reihe. Zweimal suchte Jan Dahlke den Abschluss, zweimal gingen seine Flachschüsse knapp am Tor vorbei (3., 8.).
Wormatias Sturmspitze hatte einen großen Aktionsradius, wie überhaupt deutlich mehr Bewegung und Dynamik im Spiel des VfR zu sehen war. Lauf- und einsatzfreudig zeigte sich die Mannschaft, die offensiv so auch etwas Druck aufbauen konnte. „Wir haben heute elf Mann auf dem Platz gesehen, die als Team agieren wollten und das auch über weite Strecken geschafft haben“, freute sich Marco Reifenscheidt über diesen „ersten Schritt“. Denn natürlich klappte auch nicht alles, aber eben deutlich mehr als in den schweren letzten Wochen.
Der schnelle Ikubu brach noch ein weiteres Mal über Wormatias linke Seite durch und prüfte Pedretti (15.), danach kontrollierten der VfR die Partie und kam zu einer Großchance. Mert Özkayas Flanke fand am Fünfmeterraum den freistehenden Julian Marquardt, der mit seinem unplatzierten Volley aber an Torwart Anschütz scheiterte (35.).
In den Schlussminuten zeigte die Defensive wieder ein paar Wackler. Ikubu rutschte nach einem Solo über den halben Platz aus, gleich vier Wormaten hatten danach nur Augen für den Ball und nicht für den sich freilaufenden Petrescu. Pedretti parierte den halbhohen Schuss zur Ecke (40.). Viktorias 37-jähriger Routinier war erneut zur Stelle, köpfte den gut reingeflankten zweiten Ball nur einen Meter daneben.
Die 2. Halbzeit startete optimal für den VfR, Mert Özkaya legte den von Catovic gut reingespielten Ball an Anschütz vorbei zur erlösenden 1:0-Führung (49.). Das gab Sicherheit und war ein Mutmacher, die Wormaten spielten nun spürbar befreiter. Eingesetzt von Mert Özkaya zeigte Dahlke Körpereinsatz, eroberte den Ball und überwand Anschütz zum 2:0 (61.). Das zeigte Wirkung bei den Gästen, die nicht mehr so gut nach vorne spielten und erst in der Schlussphase nochmal nach Standards gefährlich wurden (82., 88.) .
Zu diesem Zeitpunkt hätte der eingewechselte Shaqiri schon den Deckel draufmachen können, seine Direktabnahme eines Eckball ging an den Außenpfosten (80.). Im Doppelpass mit dem ebenfalls eingewechselten Justin Jennewein (Oberligadebüt) setzte er schließlich Mert Özkaya ein, der mit dem 3:0 den Schlusspunkt markierte (90.+3).
Es war ein Sieg, den sich die Wormaten mit ihrer Leistungssteigerung verdient hatten. „Es geht darum, in den 90 Minuten alles zu geben, was wir drin haben. Das haben wir heute gemacht“, so ein sehr glücklicher Marco Reifenscheidt, der seinen ersten Sieg feierte. Nun wartet mit dem Auswärtsspiel bei Tabellenführer Schott Mainz wieder ein dicker Brocken, der sein letztes Spiel am 2. Spieltag verloren hat – gegen die Wormatia.
