Vorbericht
Nach zwei enttäuschenden Auftritten soll am morgigen Samstag gegen Aufsteiger RW Wittlich die Trendwende kommen. Anpfiff in der EWR-Arena ist um 14 Uhr.
Der SV Rot-Weiß Wittlich wurde 1993 als Rot-Weiß Türkgücü Wittlich von einer Gruppe türkischer Migranten gegründet. Die ersten 20 Jahre seines Bestehens spielte der Verein in der C- und B-Klasse. 2013 feierte man den Aufstieg in die A-Klasse Mosel. Längst war der Verein zu einer multikulturellen Anlaufstelle geworden und Heimat für teilweise 21 verschiedene Nationalitäten. Vor diesem Hintergrund erfolgte 2016 die Streichung von „Türkgücü“ aus dem Vereinsnamen.
Seit dem Aufstieg in die A-Klasse hat Wittlich nun jedes Jahr seinen Tabellenplatz verbessert. So folgte 2019 der nächste Aufstieg, 2023 feierte man die Ankunft in der Rheinlandliga und drei Jahre später nun ist man als Vizemeister in der Oberliga angelangt. 1600 Zuschauer feierten den entscheidenden 3:2-Sieg gegen TB Jahn Zeiskam in den Aufstiegsspielen.
Für Wormatia-Coach Artur Lemm ist der Aufsteiger durchaus ein kleiner Geheimtipp, er traut ihm eine gute Rolle in der Oberliga zu. Das liegt vor allem am Personal, denn im Kader finden sich einige bekannte Namen. Eine ganze Reihe an Spielern trug schon einmal das Trikot von Eintracht Trier. Wie Mittelstürmer Christopher Bibaku (30), mit 22 Toren bester Schütze im Aufstiegsjahr und mit Zweitligaerfahrung in Österreich und Finnland. Oder Jason Thayaparan (30), 14-facher Nationalspieler Sri Lankas. Die jüngsten Zugänge aus Trier, Mirko Schuster (32) und Jan-Lucas Dorow (33), bringen massig Regionalligaerfahrung mit. Letzterer ist als ehemaliger Wormate natürlich gut bekannt, ebenso wie Alexander Shehada (26). Diese Woche wurde auch noch Anil Gözütok verpflichtet, der seit seinem Abgang aus Worms vor drei Jahren in der Türkei gespielt hat. Auch alle anderen Neuzugänge haben schon mindestens Oberligaerfahrung. Mit einem Schnitt von 26,3 Jahren stellt Wittlich einen der ältesten Kader der Liga.
Bisher hat RW Wittlich die Erwartungen auch voll erfüllt: Siege gegen Gonsenheim (3:2), Mitaufsteiger Ahrweiler (2:0) und Hertha Wiesbach (4:1). Nur der TuS Koblenz musste man sich geschlagen geben (2:4). Wo soll es langfristig hingehen? Erst einmal steht ein neuer Kunstrasen und die Aufstockung des Clubhauses auf dem Programm. Aber auch der Traum „Regionalliga“ ist bereits ausgesprochen.
Wormatia-Coach Artur Lemm versammelte am Dienstag nach dem Training Staff und Mannschaft, um sich gemeinsam über die letzten Wochen auszusprechen. Am Samstag will man gemeinsam wieder in die Spur finden. Daran können Justin Barry, Nico Jäger und Aziz Alagi wieder mitwirken. Volkan Rona und Nicolas Obas fallen noch aus, Ufuk Kömesögütlü muss morgen wegen Knieproblemen pausieren.
U21: Das Landesligateam brachte letzte Woche dem ASV Fußgönheim die erste Saisonniederlage bei und ist neuer Tabellenzweiter. Emre Gümüs erzielte den Treffer zum 1:0-Sieg. Am Sonntag um 14:30 Uhr kommt es nun zum Spitzenspiel bei der punktgleichen FG Mutterstadt.
Anpfiff in der EWR-Arena: Samstag, 05.09.2026, 14:00 Uhr
Die Tageskassen sind ab 12:30 Uhr geöffnet.
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Liveticker: liveticker.wormatia.de
Livestream: youtube.com/WormatiaTV
→ Der Kader des Gegners (transfermarkt.de)
→ Zu- und Abgänge des Gegners (transfermarkt.de)

