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Vorschau 22. Spieltag: Mainz erwartet Großaspach zum Topspiel // Wormatia Worms will Kassels Siegesserie stoppen

Der Traditionsverein SV Eintracht Trier, der am 22. Spieltag in der Regionalliga Südwest am Freitag (ab 19.00 Uhr) den Tabellenletzten SC Pfullendorf empfängt, ist im Rennen um die beiden Aufstiegsrelegationsplätze ein wenig unter Zugzwang geraten. Das jüngste 1:2 gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern II ließ den Abstand zu Platz zwei auf fünf Punkte anwachsen.

 Trotzdem sieht Triers Cheftrainer Roland Seitz seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. „Spielerisch war der Auftritt in Kaiserslautern schon bedeutend besser als in der Woche zuvor beim 1:1 gegen Zweibrücken. Wir haben sehr gut gespielt und sind völlig zurecht in Führung gegangen. Nur durch die Gelb-Rote Karte gegen Michael Dingels und das Missverständnis vor dem 1:1 haben wir uns letztlich selbst ins Bein geschossen und uns vom Weg abgebracht“, so Seitz: „Wenn es uns gelingt, die individuellen Fehler abzustellen, dann werden wir auch wieder Erfolg haben.“

 Der Eintracht-Trainer warnt jedoch eindringlich davor, die Partie gegen das Schlusslicht als Selbstläufer zu betrachten. „Auch Pfullendorf wird nicht ganz so leicht zu besiegen sein. Wir müssen sie von Anfang an bearbeiten, hellwach sein und sie zu Fehlern zwingen“, betont der Ex-Profi. „Über die 90 Minuten hinweg soll und muss unsere höhere Qualität den Ausschlag zu unseren Gunsten geben. Dazu benötigen wir auch wieder unsere treuen Fans und ihre Geduld.“ Verzichten muss Seitz auf den gesperrten Michael Dingels.

 Trotz eines 16-Punkte-Rückstandes auf die sicheren Nichtabstiegsplätze tritt die Mannschaft von Pfullendorfs Trainer Stephan Baierl mit gestärktem Selbstbewusstsein in Trier an. Denn nach einer Serie von sechs Niederlagen gelang zuletzt erstmals wieder ein Punktgewinn (0:0 gegen die SpVgg Neckarelz). „Selbst wenn die Lage noch so hoffnungslos erscheint, darf man niemals aufgeben. Das haben wir gegen Neckarelz gesehen. Genauso müssen wir weiter machen“, sagt Baierl. Verzichten muss der 37-Jährige auf seinen weiterhin rotgesperrten Kapitän Jörg Schreyeck sowie Kai Sautter, für den die Spielzeit nach einem Kreuzbandriss beendet ist.

 

Frankfurt erwartet Ulm unter Flutlicht

 Mit der Reserve von Eintracht Frankfurt und dem abstiegsbedrohten Ex-Bundesligisten SSV Ulm 1846 treffen gleichzeitig zwei Mannschaften aufeinander, die sich am vergangenen Spieltag jeweils 0:1 geschlagen geben mussten. Während die Eintracht, die mit 30 Zählern im Tabellenmittelfeld rangiert, beim SV Waldhof Mannheim unterlag, mussten die Ulmer dem FSV Mainz 05 II die drei Punkte überlassen.

 Eintracht-Trainer Alexander Schur weiß, an welchen Stellschrauben seine Mannschaft für ein Erfolgserlebnis gegen die Ulmer „Spatzen“ drehen muss. „Wir haben es zuletzt kurz vor dem Abschluss immer wieder zu kompliziert gemacht. Manche Spieler versuchen, mit dem Ball ins Tor zu dribbeln, statt früher abzuschließen. Wir müssen effektiver werden“, so Schur. An das Hinspiel hat nur der SSV noch gute Erinnerungen. Denn das 5:1 gegen die Eintracht war damals der erste Ulmer Saisonsieg. Die Gäste müssen in Frankfurt ohne den rotgesperrten Khalid Lahyani auskommen.

 

Großaspach ohne Schuster und Fischer bei Mainz II

 Seit fünf Begegnungen ist der Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach, der am Samstag (ab 14.00 Uhr) zum Spitzenspiel beim Verfolger FSV Mainz 05 II gastiert, ohne Punktverlust. Diese Form will die SGS nutzen, um sich für die 1:3-Hinspielniederlage gegen die Mainzer zu revanchieren. „Natürlich haben die Partie aus dem August im Hinterkopf. Aber für uns ist jedes Spiel wichtig. Wir wollen immer das Maximum herausholen“, äußert sich Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm.

 Von einer möglichen Vorentscheidung im Aufstiegsrennen will der 35-Jährige aber nicht sprechen. „Daran verschwenden wir keinen Gedanken, egal wie das Spiel ausgeht. Wir wollen in Mainz etwas Zählbares einsammeln. Dann können wir weiterschauen“, so Rehm. Die SGS muss ohne Robin Schuster (Achillessehnenprobleme) und Manuel Fischer (Innenbandanriss im rechten Knie) auskommen. Felice Vecchione ist nach seiner Schulterverletzung ebenfalls noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. In den Kader zurückkehren wird auf jeden Fall Kapitän Daniel Hägele, der seine Gelbsperre abgesessen und seine leichte Oberschenkelzerrung auskuriert hat.

Zweibrücken gastiert im Fritz-Walter-Stadion

 Der Tabellenfünfte 1. FC Kaiserslautern II will gleichzeitig gegen den Aufsteiger SVN Zweibrücken seine Erfolgsserie fortsetzen und Anschluss an die Tabellenspitze halten. Mit zwei Siegen ist die Mannschaft von FCK-Trainer Konrad Fünfstück optimal ins neue Jahr gestartet. Der tabellarisch beste Aufsteiger aus Zweibrücken musste dagegen zuletzt den Kontakt zur Spitzengruppe ein wenig abreißen lassen. Durch eine Niederlage und ein Remis in den Top-Spielen gegen Sonnenhof Großaspach (0:1) und bei Eintracht Trier (1:1) ist der Rückstand auf den zweiten Platz auf neun Zähler angewachsen.

 SVN-Trainer Peter Rubeck kann am Betzenberg wieder auf Timo Helfrich zurückgreifen. Der Innenverteidiger hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen.

 

Wormatia Worms will Kassels Siegesserie stoppen

 In einem Duell zweier ehemaliger Zweitligisten treffen ebenfalls am Samstag (ab 14.00 Uhr) der KSV Hessen Kassel und der VfR Wormatia Worms aufeinander. Nach zwei Siegen in diesem Jahr unter dem neuen Trainer Matthias Mink herrscht beim aktuellen Meister aus Kassel Aufbruchstimmung. Denn durch die sechs Punkte sind die „Löwen“ nun punktgleich mit dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz.

 Anders sieht es bei der Wormatia aus. Gegen den SC Freiburg II (2:7) setzte es am vergangenen Spieltag die höchste Saisonniederlage, der Rückstand zum „rettenden Ufer“ beträgt bereits elf Zähler. „Wir müssen die Partie abhaken und uns voll auf das Spiel in Kassel konzentrieren. Wir haben im Training vor allem an der Kompaktheit und der Staffelung im Spiel gegen den Ball gearbeitet. In Kassel wollen wir frecher und selbstbewusster auftreten“, sagt Wormatia-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Die Aufgabe in Nordhessen müssen die Wormser ohne Marcel Abele und Adam Stulin angehen. Abele zog sich einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu, Stulin weist nach einem Bänderriss noch Trainingsrückstand auf.

 

Homburg will gegen Baunatal in Erfolgsspur finden

 Der ebenfalls stark abstiegsbedrohte KSV Baunatal um Spielertrainer Tobias Nebe gibt gleichzeitig seine Visitenkarte beim FC 08 Homburg ab. Die Nordhessen stellen mit bereits 51 Gegentreffern die anfälligste Defensive der Liga. Sechs dieser 51 Tore kassierte der KSV beim 0:6 im Hinspiel gegen den FCH, der sich aktuell aber auch nicht in optimaler Verfassung präsentiert. Die Grün-Weißen kam gegen Wormatia Worms (1:1) und die Zweitvertretung von 1899 Hoffenheim (0:0) jeweils nicht über ein Unentschieden hinaus, weshalb der Rückstand auf Platz zwei auf sechs Punkte angewachsen ist.

 Die Bilanz zwischen beiden Vereinen spricht deutlich für die Homburger. In sieben Begegnungen behielten die Saarländer fünfmal die Oberhand und zwei Spiele endeten mit einem Remis. Der KSV konnte damit gegen die Saarländer noch keinen Sieg einfahren.

 

Ex-Bundesligisten im Duell – Offenbach trifft auf Mannheim

 Wenn die Offenbacher Kickers am Samstag (ab 14.00 Uhr) den SV Waldhof Mannheim zum Traditionsduell empfangen, dann treffen zwei ehemalige Bundesligisten mit großem Fan-Potenzial aufeinander. Das Hinspiel in Mannheim (1:0) verfolgten 9.764 Zuschauer. Die Ausgangssituation ist für beide Mannschaften ähnlich. Sowohl der OFC (29 Punkte) als auch die Mannheimer (30 Zähler) rangieren nur knapp vor der möglichen Abstiegszone.

 Auf beiden Seiten gibt es für zwei Spieler ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Verein. Die SVW-Spieler Marcel Avdic und Nassim Banouas, der nach einer Gelbsperre wieder spielberechtigt ist, kehren an ihre alte Wirkungsstätte auf dem Bieberer Berg zurück. Kevin Wittke und Klaus Gjasula trugen beide einige Jahre das Trikot der „Waldhof-Buben“.

 

Neckarelz strebt gegen Koblenz ersten Rückrundensieg an

 Der Aufsteiger SpVgg Neckarelz will gleichzeitig vor eigenem Publikum gegen die TuS Koblenz ihre Torflaute überwinden. Seit vier Begegnungen wartet die Mannschaft von Trainer Peter Hogen auf einen Treffer. Auch die hervorragende Heimbilanz erhielt in den jüngsten beiden Spielen einige Kratzer. Nach zuvor sechs Heimsiegen in Serie gelang der SpVgg zuletzt zweimal kein Dreier im Elzstadion.

 Die TuS Koblenz tritt personell arg gebeutelt in Neckarelz an. Neben Admir Softic (Augenhöhlenbruch) und Jerome Assauer (Wadenbeinbruch) fällt jetzt auch noch Mittelfeldstratege Anel Dzaka mit einem Muskelfaserriss aus. Beim 0:1 gegen Hessen Kassel musste TuS-Trainer Evangelos Nessos deshalb mit Christian Luitz und Aleksandar Naric bereits zwei U 19-Spieler in den 18er-Kader berufen.

 

„Torfabrik“ Freiburg II erwartet Hoffenheims U 23

 Mit 11:3 Toren und sechs Punkten ist der Tabellenzweite SC Freiburg II, der am Samstag (ab 14.30 Uhr) in einem Reserve-Duell die Zweitvertretung von 1899 Hoffenheim erwartet, die „Mannschaft der Stunde“. Zuletzt gelang den Spielern des neuen Trainers Iraklis Metaxas mit dem 7:2 bei Wormatia Worms der höchste Saisonsieg.

 An dem Höhenflug der Breisgauer ist nicht zuletzt Angreifer Amir Falahen entscheidend beteiligt. Mit fünf Toren und zwei Vorlagen in den ersten beiden Begegnungen nach der Winterpause präsentiert sich der 20-Jährige in glänzender Verfassung. Mit nur 18 Gegentreffern kann die Reserve des Sport-Clubs gleichzeitig auch die sicherste Defensive der Liga vorweisen.

 Bei den Hoffenheimer Auswärtsauftritten hieß es in dieser Saison bisher immer „Hopp oder Top“. In elf Partien auf fremden Plätzen sprangen vier 1899-Siege und sieben Niederlagen heraus. Das Hinspiel gegen Freiburg verlor die Mannschaft von Hoffenheims Trainer Thomas Krücken 1:2.

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