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Völlig souverän und nie gefährdet / 3:0-Heimsieg gegen Ingolstadt II

Man muss schon in Oberligazeiten zurückgehen, um sich an einen derart souveränen Wormatia-Sieg zu erinnern. Ein Doppelpack von Schürg bringt frühzeitig die Vorentscheidung, Wittke macht kurz nach Wiederbeginn den Deckel drauf.

Ohne den verletzten Metzger (Bänderriss) und die angeschlagenen Gollasch und Ammann (beide Knieprobleme) kam Nico Müller zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Chris Böcher ging dafür ins Mittelfeld, Christian Henel bildete erneut mit Michael Schürg das Sturmduo. Henel hatte auch gleich einen großen Auftritt, der 1,90 große Mittelstürmer narrte an der Grundlinie gleich mehrere Gegenspieler, nur der finale Pass blieb unterwegs hängen (3.). Michael Schürg mit seinen Saisontreffern acht und neun sorgte dann für eine frühe 2:0-Führung. Einen Angriff über Henel, Toch und Böcher vollendete er freistehend gegen die Laufrichtung des Torhüters (7.), kurz darauf verwertete er einen 40-Meter-Pass von Rösner mit einem Heber (12.). Damit war die Partie im Prinzip bereits entschieden. Gästetrainer Albersinger hoffte zwar auf den Anschlusstreffer, Kevin Knödler im Wormatia-Tor wäre aber vermutlich eingeschlafen, hätten seine Vorderleute ihn nicht mit Rückpässen wach gehalten. Viel zu harmlos zeigten sich die Gäste, deren Spieler sichtlich angesäuert ob des Spielstandes mehr mit sich und dem Schiedsrichter beschäftigt waren. Nachdem Marco Stark sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, die mit sieben Stichen genäht werden musste, und die Wormaten das Tempo rausnahmen, plätscherte das Spiel die Schlussviertelstunde in die Halbzeit.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn machte Kevin Wittke schließlich den Sack zu. Henel hatte abgelegt und Wittke mit einem Volley-Aufsetzer den Torwart überlistet. Kurios: Wittkes verblüfftem Gesichtsausdruck und dem ungläubigen Torjubel nach zu urteilen, hatte er den Schuss so gar nicht geplant. Wormatia hatte das Spiel nach wie vor absolut im Griff und am Sieg gab es nun nicht den leisesten Zweifel, was vor allem an der Defensive lag, die endlich ihre Stabilität wiedergefunden hatte. So legte sich der Fokus auf Schiedsrichter Kampka, der sehr großzügig auf gelbe Karten für das rüde Einsteigen der Gäste verzichtete. Vor allem Galm konnte sich bedanken, dass er für die Trikotnotbremse gegen Schürg lediglich mit Gelb bedacht wurde. Den fälligen hervorragend getretenen Freistoß von Bauer fischte Sommerer aus dem Winkel (65.). Angesichts des schweren Spiels in Stuttgart am Mittwoch sparten die Wormaten nun Kraft und Ingolstadt kam zu ersten Torschüssen, bei denen Knödler jedoch nicht eingreifen musste. Stattdessen hätte mehrmals das 4:0 fallen können: Toch erwischte den Ball nicht richtig (76.), Böcher drosch freistehend eine Schürg-Flanke per Direktabnahme über den Kasten (79.), Bahssou traf lediglich das Außennetz (88.) und nach Bauers Vorstoß rollte der Ball nur Zentimeter am Pfosten vorbei (89.). Am Ende stand ein völlig souveräner und nie auch nur ansatzweise gefährdeter 3:0-Sieg. Der dritte Sieg in Folge, der sechste insgesamt und immer schoss Wormatia drei Tore. Zusammen mit Tabellenführer Großaspach stellt man nun den zweitbesten Angriff der Liga – wer hätte das mal für möglich gehalten?

Tore: 1:0 Schürg (7.), 2:0 Schürg (12.), 3:0 Wittke (51.)
Gelb:
Henel, Abele, Stark – Keidel, Lappe, Galm
Zuschauer: 1212    Schiedsrichter: Kampka (Mainz)

Wormatia Worms
Knödler – N. Müller, Stark, Rösner, Bauer – Abele – Böcher (78. Pantano), Wittke (82. Tusha), Toch – Henel (73. Bahssou), Schürg.

FC Ingolstadt II
Sommerer – Mayr, Keidel, Wenninger, Ott (76. Walleth) – Berger (61. Heiß), Velagic, Galm, Herzel (69. Abou Khalil) – S. Müller, Lappe

Pressekonferenz (MP3)

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