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Presseinformation der Regionalliga Südwest vom 24.08.2017

1. FC Saarbrücken: Auflagen vorerst ausgesetzt

Der 1. FC Saarbrücken hat gegen das Urteil des Sportgerichts der Regionalliga Südwest vom 17.08.2017 Berufung eingelegt. Der Verein war aufgrund der Vorfälle im Eröffnungsspiel beim SSV Ulm 1846 Fußball am 28.07.2017 mit organisatorischen und sicherheitstechnischen Auflagen – insbesondere der Verpflichtung zur  Videoüberwachung – belegt worden, gegen die er sich nun zur Wehr setzt. Der Vorsitzende des Berufungsgericht Thomas Bergmann, Südwestdeutscher Fußballverband, hat die Vollstreckung dieser Auflagen nun vorläufig ausgesetzt und Termin zur mündlichen Verhandlung für den 08.09.2017 bestimmt. Danach soll eine endgültige Entscheidung fallen.

Rückblick auf den 5. Spieltag

Worms beendet Walldorfs Höhenflug

Die Erfolgsserie des FC Astoria Walldorf in der Regionalliga Südwest ist gerissen. Nach zehn Punkten und 10:2 Toren aus den ersten vier Partien musste sich die Mannschaft von Trainer Matthias Born zum Auftakt des 5. Spieltages bei Wormatia Worms 1:3 (1:2) geschlagen geben. Die Walldörfer, punkt- und torgleich mit dem 1. FC Saarbrücken, belegen aber zusammen immer noch Rang zwei.

Den zweiten Saisonsieg der Wormatia leitete Jan-Lucas Dorow (14.) mit dem frühen Führungstreffer ein. Kurz vor der Pause wurde es dann turbulent. Zunächst gelangt Pasqual Pander (41.) der Ausgleich für die Gäste. Nahezu postwendend konterte jedoch Alan Stulin (43.) für die Wormser. Nach der Pause sorgte der glänzend aufgelegte Steffen Straub (65.), der schon die ersten beiden Tore eingeleitet hatte, mit dem 3:1 für die Entscheidung.

Ulm sichert sich einen Punkt

Im zweiten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Stephan Baierl kam Ex-Bundesligist SSV Ulm 1846 Fußball zum zweiten Remis in Folge. Dem 1:1 beim Aufsteiger TSV Schott Mainz ließ das Team von Interimstrainer Tobias Flitsch ein 0:0 gegen die U 23 der TSG 1899 Hoffenheim folgen. Vor 1.291 Zuschauern im Donaustadion zeigten sich die Ulmer, die mit drei Niederlagen in die Saison gestartet waren, deutlich verbessert, hatten auch die besseren Tormöglichkeiten. So verpassten in der Schlussphase der eingewechselte Thomas Rathgeber und Christian Sauter den möglichen Siegtreffer.

Nullnummer im Bruchwegstadion

Ebenfalls keine Tore bekamen die Besucher im Mainzer Bruchwegstadion beim Duell zwischen der zweiten Mannschaft des FSV Mainz 05 und Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf zu sehen. Die Gäste blieben damit auch in ihrem fünften Regionalligaspiel unbesiegt. Stadtallendorfs Trainer ist mit dem Punkt sehr zufrieden: „Es war ein gutes Spiel meiner Mannschaft gegen einen spielstarken Gegner. Die Mainzer haben uns phasenweise in unsere Hälfte eingeschnürt, aber wir haben sehr gut dagegengehalten.“

Acht-Tore-Spektakel in Völklingen

Aufsteiger SV Röchling Völklingen und die U 23 des VfB Stuttgart waren am 5. Spieltag der Regionalliga Südwest für die torreichste Partie verantwortlich. Im Hermann-Neuberger-Stadion trennten sich beide Mannschaften 4:4 (1:0). Sieben Treffer fielen erst in Halbzeit zwei. Für Völklingen trugen sich Rouven Weber (6.), Felix Dausend (61./76.) und Milan Ivana (85.) in die Torschützenliste ein. Für Stuttgart trafen Pascal Breier (46.), Joel Sonora (60./79.) sowie Philipp Walter (65.). In der Nachspielzeit sah SVR-Spieler Gianluca Lo Scrudato (90.+2) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Röchling Völklingen verhinderte die vierte Niederlage in Folge, der ungeschlagene VfB spielte zum dritten Mal hintereinander Unentschieden.

Offenbach nach Sieg über Meister Elversberg an der Spitze

Neuer Tabellenführer sind die Kickers Offenbach, die beim aktuellen Meister SV 07 Elversberg zu einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg kamen. Vor 1.900 Zuschauern waren Serkan Firat (27.) sowie die eingewechselten Maik Vetter (67.) und Niklas Hecht-Zirpel (90.+2) für die Mannschaft von OFC-Trainer und Ex-Nationaltorhüter Oliver Reck erfolgreich. Nach fünf Begegnungen stehen für Offenbach vier Siege und ein Unentschieden zu Buche.

Meister Elversberg kommt dagegen nicht in Tritt. Drei Unentschieden und zwei Niederlagen gab es unter Trainer Karsten Neitzel. Gegen Offenbach gelang zwar der erste Saisontreffer. Verantwortlich dafür war mit Stefano Maier (49., Eigentor) allerdings ein Kickers-Spieler.

Freiburg gewinnt erneut

Titelanwärter 1. FC Saarbrücken verlor die Tabellenführung durch ein 1:3 (0:3) beim Aufsteiger SC Freiburg U 23. Ein Doppelpack von Florian Kath (20./27.) und Christoph Daferner (44.) brachten die Gastgeber auf die Siegerstraße. Saarbrücken gelang dank Oliver Oschkenat (87.) nur noch der Anschlusstreffer. Für den FCS war es die erste Niederlage in dieser Spielzeit. Freiburg rangiert nun punktgleich mit Saarbrücken (je zehn Zähler) auf Platz vier.

Nach drei Niederlagen: FSV Frankfurt siegt erstmals

Drittligaabsteiger FSV Frankfurt hat nach drei Niederlagen zum Saisonstart die ersten Punkte geholt. Gegen die TuS Koblenz holte die Mannschaft von FSV-Trainer Alexander Conrad vor 1.300 Zuschauern ein 1:0 (0:0). Maziar Namavizadeh (74.) traf zum Endstand. „Wir freuen uns über die drei Punkte. Wir müssen jetzt weiter aufbauen, weiter mutig sein und eine Entwicklung zeigen, um den nächsten Schritt gehen zu können“, so Conrad nach der Partie. Koblenz wartet noch auf den ersten Dreier.

Stuttgarter Kickers feiern zweiten Sieg der Saison

Nach drei vergeblichen Versuchen haben die Stuttgarter Kickers den zweiten Sieg unter Dach und Fach gebracht. Das Heimspiel gegen den Vizemeister SV Waldhof Mannheim entschieden die Kickers 2:1 (1:1) für sich. Mijo Tunjic (22.) und Jesse Weißenfels (51.) für Stuttgart sowie Simon Tüting (2.) für Mannheim waren für die Tore vor 3310 Besuchern verantwortlich.

Erst Stau, dann Niederlage für Schott Mainz

Daheim weiter ungeschlagen ist der KSV Hessen Kassel nach dem 4:1 (1:0) gegen den sieglosen Aufsteiger TSV Schott Mainz. Ein Eigentor von Jonas Raltschitsch (11.), Ingmar Merle (73.), Sebastian Szimayer (85.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher und Sebastian Schmeer (90.+2) sorgten für den bisher höchsten Saisonerfolg. Für die Mainzer erzielte Edis Sinanovic (59.) das Tor vor 1.700 Zuschauern.

Die Partie in Kassel hatte mit rund 30 Minuten Verspätung begonnen. Schott Mainz war bei der Anfahrt in einen Stau geraten.

5.Spieltag:

Dienstag, 22. August, 18:30 Uhr

SSV Ulm 1846 Fußball

TSG Hoffenheim II

0:0

Dienstag, 22. August, 19:00 Uhr

1. FSV Mainz 05 II

TSV Eintracht Stadtallendorf

0:0

Dienstag, 22. August, 19:30 Uhr

Wormatia Worms

FC-Astoria Walldorf

3:1

Mittwoch, 23. August, 18:00 Uhr

SC Freiburg II

1. FC Saarbrücken

3:1

Mittwoch, 23. August, 18:30 Uhr

SV Röchling Völklingen

VfB Stuttgart II

4:4

Mittwoch, 23. August, 19:00 Uhr

SV Elversberg

Kickers Offenbach

1:3

FSV Frankfurt

TuS Koblenz

1:0

Mittwoch, 23. August, 19:30 Uhr

SV Stuttgarter Kickers

SV Waldhof Mannheim

2:1

KSV Hessen Kassel

TSV Schott Mainz

4:1

Spielfrei: TSV Steinbach

6. Spieltag:

Samstag, 26. August, 14:00 Uhr

SV Waldhof Mannheim

1. FSV Mainz 05 II

Eintracht Stadtallendorf

FSV Frankfurt

TuS Koblenz

Wormatia Worms

TSV Steinbach

SSV Ulm 1846 Fußball

Sonntag, 27. August, 14:00 Uhr

TSV Schott Mainz

SV Elversberg

Kickers Offenbach

SV Röchling Völklingen

VfB Stuttgart II

SC Freiburg II

1.FC Saarbrücken

SV Stuttgarter Kickers

TSG Hoffenheim II

KSV Hessen Kassel

Spielfrei: FC-Astoria Walldorf

Regionalliga Südwest Splitter

Offenes Gespräch mit der Mannschaft: Gute Nachrichten gab es für den KSV Hessen Kassel. Acht Wochen nach dem Insolvenzantrag beim Amtsgericht Kassel kann der KSV-Vorstand die Finanzierung der laufenden Saison bis zur Winterpause als gesichert melden und gibt sich auch zuversichtlich im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf. Maßgeblich dafür sind die in den zurückliegenden Wochen abgeschlossenen und bereits unterschriebenen Sponsorenverträge, die aktuellen Vertragsverhandlungen sowie die Zusagen von Sponsoren, nach Beendigung der Insolvenz ihr Sponsoring noch einmal aufzustocken, und die auf dem Treuhandkonto von Jens Rose eingegangenen Spenden. Hinzu kommen Einnahmen aus unterschiedlichen Aktionen – wie dem Konzert im Stadion zugunsten des KSV oder dem „Retterspiel“ gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (0:2). Hinzu kommen Kostenreduzierungen in allen Bereichen des Vereins, so dass der Gesamtetat des Vereins auf die angestrebten 1,4 Millionen Euro gekürzt werden konnte. Vor dem Derby bei Kickers Offenbach (0:1) informierten Vorstand Jens Rose und die vorläufige Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin die Mannschaft des KSV Hessen über den aktuellen Stand im vorläufigen Insolvenzverfahren. Ein Gespräch mit den Trainern der Nachwuchsmannschaften und der Frauen fand ebenfalls statt.

Spahn macht weiter, Kutz kandidiert nicht mehr: Helmut Spahn, Präsident der Offenbacher Kickers, kandidiert für eine weitere Amtszeit. Das verkündete der 56-jährige Funktionär, der seit November 2015 beim OFC im Amt ist, bei einer Tagung des Präsidiums gemeinsam mit dem Verwaltungsrat. Das aktuelle OFC-Präsidium wird sich in annähernd gleicher Besetzung den Mitgliedern wieder zur Wahl stellen. Neben Spahn, der früher als Sicherheitsbeauftragter beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gearbeitet hatte und jetzt für den Weltverband FIFA tätig ist, stehen auch Vizepräsidentin Barbara Klein, Vizepräsident Michael Relic, Schatzmeister Markus Weidner und der Technische Direktor Sead Mehic weiter zur Verfügung. OFC-Vizepräsident Remo Kutz wird dagegen auf eigenen Wunsch hin nicht mehr kandidieren. Helmut Spahn: „In den zurückliegenden beiden Jahren haben sich die Offenbacher Kickers aus einer äußerst schwierigen Situation befreien können und sich eine echte Chance auf ein nachhaltiges Wachstum erarbeitet. Unser Verein benötigt Kontinuität, um weiter Vertrauen aufzubauen, weitere Partner, Sponsoren und Anhänger zu gewinnen. Aber wir sind noch nicht am Ziel und deshalb bin ich bereit für eine erneute Kandidatur.“ Vor Beginn der Saison 2016/2017 hatte der OFC Insolvenz angemeldet. Offenbach startete deshalb mit einem Neun-Punkte-Abzug in die Spielzeit. Einige Monate später konnte der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zurückgezogen werden.

Kaderplanungen abgeschlossen: Der TSV Steinbach hat sich die Dienste von Tim Welker gesichert. Der 23-jährige Ex-Zweitligaprofi (zwei Einsätze für den SC Paderborn 07) war zuletzt für Steinbachs Ligakonkurrenten KSV Hessen Kassel am Ball. In Steinbach erhält Welker, der im Probetraining überzeugen konnte, einen Vertrag bis Juni 2019. TSV-Geschäftsführer Matthias Georg: „Tim ist ein Spieler mit einer sehr hohen Qualität und einer exzellenten Einstellung zu seinem Beruf. Wenn er nach seiner langen Verletzungszeit wieder zu alter Stärke findet, dann stellt er eine große Verstärkung für unser Team dar. Unsere Kaderplanung ist damit vorerst abgeschlossen.“ Steinbachs Trainer Matthias Mink hatte bereits in der Saison 2015/2016 in Kassel mit Welker zusammengearbeitet. Der Defensivspezialist laborierte aber bis vor kurzem seit Oktober 2015 an einer chronischen Entzündung der Patellasehne und absolvierte seitdem kein Pflichtspiel mehr. Welker: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man einem Spieler nach längerer Verletzungsdauer einen solchen Vertrauensvorschuss gewährt. Der Kontakt zum TSV Steinbach kam vor wenigen Wochen über Trainer Matthias Mink zustande, der sich nach meinem Gesundheitszustand erkundigt und mich nach meiner Wechselbereitschaft gefragt hat. Jetzt möchte ich vor allem gesund bleiben und mich für Einsätze in meiner neuen Mannschaft empfehlen.“

Ulm auf Trainersuche: Seit dem Rücktritt des bisherigen Cheftrainers Stephan Baierl befindet sich der ehemalige Bundesligist SSV Ulm 1846 Fußball auf Trainersuche. Vorerst betreuen die vorherigen Baierl-Assistenten Tobias Flitsch und Sven Ackermann das Team, erreichten zuletzt mit dem 1:1 beim Aufsteiger TSV Schott Mainz zumindest den ersten Zähler in dieser Saison. Auch gegen die TSG Hoffenheim II konnte Ulm beim torlosen Unentschieden erneut punkten.

Pause für Bisanovic: Beim TSV Steinbach ist Dino Bisanovic angeschlagen. Der 27-jährige Mittelfeldspieler hat mit Achillessehnen-Problemen zu kämpfen. In der Partie bei der U 23 der TSG 1899 Hoffenheim (3:1) sollte Bisanovic eigentlich in der Startelf stehen, fiel aber kurzfristig aus. Als Ersatz für den Bosnier spielte Tim Müller. Der 21-jährige ehemalige Junioren-Nationalspieler Österreichs steuerte das zwischenzeitliche 2:1 bei und führte den TSV damit auf die Siegerstraße. Da Steinbach während der englischen Woche spielfrei war, geht es für die Hessen erst am Samstag (ab 14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball weiter.

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