Exklusiv-Interview mit Ehrenpräsident Karl-Heinz Hesch

Keinen Zweiten verbindet man so unwiderruflich mit Wormatia Worms wie das Urgestein Karl-Heinz Hesch. Wir sprachen mit ihm über seine Tätigkeit als Ehrenpräsident und Repräsentant des Vereins.

 

wormatia.de: Hallo Herr Hesch, schön dass Sie sich die Zeit nehmen. Apropos, wovon halte ich Sie eigentlich gerade ab?

Karl-Heinz Hesch: Die Wormatia hält mich nie von etwas ab. Um genau zu sein, ich bin gerade dabei die nächste Stadionzeitung vorzubereiten.

 

 

wormatia.de: Sie leben diesen Verein wie kein Zweiter. Sie sind mit Ihren 75 Jahren noch in vielen Bereichen aktiv. Können Sie uns kurz beschreiben  was Sie noch so alles tun?

Karl Heinz Hesch: Zunächst bin ich überzeugt, dass man mit 75 Jahren nicht alt, sondern lediglich älter geworden ist. Zweitens glaube ich, dass man das „Altern“ durch eine sinnvolle Beschäftigung hinauszögern kann, z.B. durch ein ehrenamtliches Engagement. Was würde bei meiner „Wormatia-Vita“ näher liegen, als mich für meinen  Verein mit Rat und Tat weiter zu engagieren. Dabei helfe ich dem Verein wo immer man meine Hilfe benötigt, z.B. als Repräsentant bei Ehrungen, Geburtstagen, Trauerfeierlichkeiten. Als Ehrenpräsident versuche ich meine Kontakte zu verschiedenen Verbänden wie SWFV, Stadtsportverband usw. im Sinne Wormatia`s zu nutzen. Nicht zuletzt aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Verein, v.a. mit Fabian Sander von der Geschäftsstelle, macht mir meine ehrenamtliche Tätigkeit viel Freude.

wormatia.de: Sie sind als Ehrenpräsident und ehemaliger Vorstand des Vereins bei jedem Spiel, ob daheim oder auswärts, vor Ort. Woran hapert es aus Ihrer Sicht in dieser Saison?

Karl-Heinz Hesch: Es ist richtig, dass ich nahezu jedes Spiel unserer Wormatia live erlebe. Ja, woran hapert es in dieser Saison? Ohne Frage ist vor allem die „Verletzungsmiesere“ mit verantwortlich. Außerdem hat sich unsere Mannschaft oftmals für eine gute Leistung nicht selbst belohnt.

 

 

wormatia.de: Sie können, und verzeihen Sie mir die Anspielung, in Ihrem Alter sehr gut mit dem Computer umgehen, schreiben viele E-Mails und Briefe, sind wissbegierig mit der neuen Technik. Das ist nicht selbstverständlich. Woher kommt das?

Karl Heinz Hesch: Ich war als Regionalleiter eines großen Pharmakonzerns tätig und musste mich mit über 50 Jahren mit den neuen Techniken, z.B. Computer anfreunden. Außerdem bin ich wissbegierig und neugierig gegenüber allem neuen.

wormatia.de: Ihre ganze Familie ist mit dem „Wormatia-Virus“ infiziert. Was sagt Ihre Frau Gretel eigentlich dazu, dass Sie sehr viel Zeit bei bzw. mit der Wormatia verbringen? Ich meine, 40 Jahre glücklich verheiratet, das macht auch nicht jede Frau mit.

Karl-Heinz Hesch:  (lacht) Meine Frau Gretel wusste von Anfang an auf was sie sich eingelassen hat, nämlich das neben Familie und Beruf, die Wormatia eine entscheidende Rolle in meinem Leben spielt. Vor allem nach dem mein Sohn Markus mit 5 Jahren bei der Wormatia-Jugend anfing Fußball zu spielen und sie fast täglich auf einem Fußballplatz zu finden war, hat sie ebenfalls der Wormatia-Virus gepackt. Bei Heimspielen ist meine Frau immer an meiner Seite im Stadion aber auch bei vielen Auswärtspartien ist meine Frau Gretel dabei. Neben der 1. Mannschaft gilt Ihr besonderes Interesse der Wormatia-Frauenmannschaft.

wormatia.de: Sie haben mit dem Verein viel erlebt. Können Sie uns von einer kleinen Anekdote von einem besonderen Erlebnis berichten?

Karl-Heinz Hesch: Ja, in der langen Zeit meiner Wormatia-Zugehörigkeit hatte ich einige unvergessene Erlebnisse. Vielleicht diese nette – weit zurückliegende –  Erinnerung. Auf der „alten Tribüne“ saßen eine Reihe hinter mir 4 honorige, nette ältere Damen, die alle schon seit Jahrzehnten Dauergäste bei unseren Heimspielen waren. Anlässlich eines Abseitspfiffes des Unparteiischen empörte sich eine der Damen über diese – wie sie meinte Fehlentscheidung – Mit den Worten: Das war nie und nimmer Abseits und wenn dann war es umgekehrt. Ist das nicht herrlich und erinnert uns an viele nicht nachvollziehende Kommentare gegenüber den Schiedsrichtern?

  

Vielen Dank Herr Hesch für Ihre Zeit und das angenehme Gespräch. Ich bedanke mich persönlich auch einmal ganz offiziell bei Ihnen. Mit welchem Engagement Sie die Dinge angehen und uns, im speziellen mir, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dafür zolle ich Ihnen meinen größten Respekt, das hat größte Anerkennung verdient. Sie sind Wormatia Worms!

 

Das Interview führte Fabian Sander – Leiter Geschäftsstelle.