Zehn Jahre 1b

Saison 1996/1997

Pünktlich zum Start der Saison 1996/1997 will der VfR wieder eine zweite Mannschaft ins Rennen schicken. Da sich bis zum Stichtag 26. Juni aber nicht genug Spieler einfinden, wird die Neugründung der "Wormatia Worms 1b" um ein Jahr verschoben.

Saison 1997/1998

Mit einem 22-Mann-Kader, der größtenteils aus AH-Spielern besteht, nimmt die neue 1b den Punktspielbetrieb auf. Unter Leitung von Trainer Lothar Kieckhäben, der von Blau-Weiß Worms kam, startet man in der Kreisklasse Worms. Im ersten Spiel trifft man auswärts auf Top-Favorit TuS Heßloch, wo man erwartungsgemäß 0:5 baden geht. Doch schon eine Woche später rehabilitiert man sich mit 6:2 gegen den TuS Wachenheim. Raffaele Moretti, Vater von Mimmo Moretti aus dem Verbandsligakader, erzielt das erste Tor und ist dann gleich noch drei weitere Male erfolgreich. Mit 20 Punkten (5 Siege, 5 Unentschieden, 13 Niederlagen) und 39:82 Toren erreicht man am Ende Platz 12 - den vorletzten. Das Saisonende wird ungewöhnlich gefeiert: Statt am letzten Spieltag den Sportplatz der TSG Bechtheim anzusteuern (wo es ja noch drei Punkte zu vergeben gibt), führt die Auswärtsfahrt nach Clausen - das entscheidende Spiel der ersten Mannschaft um die Meisterschaft in der Verbandsliga ist wichtiger. Die gesamte Wormatiafamilie feiert den Aufstieg in die  Oberliga - das Spiel bei der TSG Bechtheim wird mit 0:2 als verloren gewertet. Für die Saison 1998/1999 nimmt man sich viel vor: Mit neuem Trainer, Jürgen Jäger, einem Ex-Spieler der Vorgänger-1b, und elf Neuzugängen wird die Meisterschaft in der Kreisklasse angepeilt.

Saison 1998/1999

Am vorletzten Spieltag ist der Aufstieg in die Kreisliga perfekt: Durch ein 11:0 gegen Ostova Osthofens 1b sind die Wormaten nicht mehr von einem Aufstiegsplatz  zu verdrängen. Zur Meisterschaft reicht es für Kapitän Gerhard Kollmann und seine Mannschaft aber nicht - am letzten Spieltag kommt man in Wachenheim nicht über ein 1:1 hinaus. Die Saison 98/99 wird mit 59 Punkten auf Platz zwei beendet. 19 Siege und gerade mal drei Niederlagen sprechen eine deutlich Sprache, ebenso wie das Torverhältnis von 92:23. Besonders hervorgetan haben sich, was das Toreschießen angeht, Stefan Muth (18 Tore), Roland Röder (15 Tore) und Ville Vahla (13 Tore). Gerade der finnische Student Vahla ist ein Kuriosum. Er kam erst im April zum VfR und absolvierte nur fünf (!) Spiele für die 1b. Zur Belohnung kommt Vahla auf drei Einwechslungen im Oberligateam: In Saarbrücken, im Südwestpokal beim FV Rockenhausen (wo er den VfR in der Nachspielzeit ins Finale köpft) und in Schiffweiler (wo er vom Platz fliegt). Unbestätigten Gerüchten zufolge ist Vahla gelernter Eishockey-Torwart. Voller Zuversicht geht es dann in die neue Saison 1999/2000, die die 1b als Aufsteiger auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen möchte.

Saison 1999/2000

Als Tabellen-Siebter (ebenso wie die Oberligamannschaft) beendet die 1b ihre erste Kreisligasaison und liegt damit vollkommen im Soll. Ein Kuriosum gibt es dagegen im Kreispokal: Als Gegner für das Qualifikationsspiel zieht die Glücksfee - Wormatia Worms! Die "kleine" Wormatia hat gegen die "große" Wormatia erwartungsgemäß das Nachsehen, am Ende heißt es 0:11. Im nächsten Jahr will die 1b im Aufstiegskampf der Kreisliga mitspielen. Platz 1-5 heißt daher das Saisonziel, welches Trainer Jürgen Jäger in seinem dritten Jahr verfolgt.

Saison 2000/2001

Das Spitzenspiel der Kreisliga Worms am 13. Spieltag heißt Wormatia 1b gegen Eintracht Herrnsheim. Die 1b bleibt mit 2:1 siegreich und hat damit Herrnsheim als Tabellenführer abgelöst. Bis zum Schluss bleibt die Tabellenspitze hart umkämpft. Spätestens nach dem 3:0- Sieg der 1b im Rückspiel in Herrnsheim hat sich die SGE aus dem Rennen verabschiedet und die Meisterschaft entscheidet sich zwischen Wormatia und dem TuS Weinsheim. Am letzten Spieltag bei Ataspor Worms knallen dann die Sektkorken. Mit einem 3:0-Sieg und drei Punkten Vorsprung ist die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksklasse perfekt. Die Erfolgsbilanz: 72 Punkte, 70:28 Tore, 22 Siege, 6 Unentschieden und nur zwei Niederlagen. Negativ stößt nur die Fairnesstabelle auf - dort belegt man mit zehn Platzverweisen (davon sieben glatt Rot) und drei Zuschauervergehen den letzten Platz.

Saison 2001/2002

Mit ähnlich großer Zuversicht wie beim Aufstieg vor zwei Jahren, geht man mit dem Ziel in die neue Saison, einen "gesicherten Mittelfeldplatz" zu erreichen. Unter anderem fünf Talente aus der A-Jugend sollen dabei helfen. Noch vor dem ersten Spieltag gibt es einen Paukenschlag: Die 1b erreicht das Endspiel der Stadtmeisterschaft und besiegt dort völlig überraschend den drei Klassen höher spielenden TuS Neuhausen mit 2:1. Die erste Saison nach dem Aufstieg endet exakt wie die zwei Jahre zuvor - auf dem siebten Tabellenplatz. Es ist wie damals eine sehr ausgeglichene Saison; Siege, Niederlagen und Unentschieden halten sich die Waage, nur mehr Tore sind gefallen - 65:47 lautet die Bilanz.

Saison 2002/2003

Das Thema "Aufstieg" kommt für diese Saison noch zu früh, daher gibt man als neues Saisonziel "oberes Mittelfeld" aus. In der Stadtmeisterschaft lässt sich der letztjährige Triumph nicht wiederholen, beim 1:6 gegen Horchheim ist frühzeitig Endstation. Die ganze Saison über hält sich die 1b unter den ersten fünf, kann den dominanten Spitzenreiter Weinsheim aber nie in Bedrängnis bringen, der dann auch folgerichtig mit sieben Punkten Vorsprung Meister wird. Wormatia selbst wird Vierter und ist in allen Bereichen sicherer als im Vorjahr, es wurden 16 Siege eingefahren, 70 Tore erzielt und 38 kassiert. Für die Saison 2003/2004 werden die Ansprüche nun größer, doch vom Aufstieg will man offiziell noch nicht reden, obwohl die 1b bei der Konkurrenz als Favorit gehandelt wird. "Oben mitspielen" soll das Team unter dem neuen Trainer Norbert Hess, der Jürgen Jäger nach fünf erfolgreichen Jahren ablöst.

Saison 2003/2004

Der vorletzte Spieltag bringt eine vorentscheidende Partie. Die 1b muss zum Tabellenführer TuS Wöllstein, den man bei einem Sieg ablösen würde. In dieser Situation treffen die Verantwortlichen eine folgenschwere Entscheidung: Mit Jones, Magin, Vogel, Miehe, Bozanovic, Nenning und Gebhardt aus dem Oberligakader soll der Sieg erzwungen werden. Die Wöllsteiner kontern geschickt und lassen den Rasenplatz wegen angeblicher Unbespielbarkeit sperren - die Oberligakicker sollen auf dem Hartplatz aus dem Konzept gebracht werden. Und an diesem Tag läuft dann auch alles schief. Wöllstein geht nach drei Minuten in Führung, Magin fliegt nach 30 Minuten per Ampelkarte vom Platz, die Gastgeber erhöhen auf 2:0 und igeln sich ein, auf Konter wartend. Bozanovic macht zwar den Anschlusstreffer, aber nachdem Grcic, Gebhardt und Miehe vom Platz fliegen, ist das Spiel gelaufen. Die 1b verliert 1:2, Wöllstein ist Meister. Unmut macht sich nach dem Schlusspfiff breit: Die Fans sind sauer auf den Schiri, die Verantwortlichen auf die Mannschaft, die 1b-ler auf die Oberligakicker. Nun, Fehler sind da, um daraus zu lernen - und man darf sicher sein, dass alle Beteiligten ihre Lektion gelernt haben. Die 1b geht als Vizemeister mit 101 erzielten Saisontoren in die Aufstiegsrelegation und trifft dort auf die 1b der SpVgg. Ingelheim. Auf beiden Seiten werden einige Oberligaspieler eingesetzt, doch die Ingelheimer behalten mit 2:2 und 4:0 die Oberhand. Einen Neuanfang will man in der Saison 04/05 machen. Elf Abgängen stehen ebensoviele Neuzugänge gegenüber, davon die Hälft aus der eigenen Jugend. Das Saisonziel lautet daher auch "Neuaufbau und vorne mitspielen". Norbert Hess übernimmt zusätzlich noch das Co-Traineramt in der Oberligatruppe.

Saison 2004/2005

Diese Saison scheint alles zu klappen. Vor allem im Pokal setzt die 1b Ausrufezeichen. In der zweiten Runde des Bezirkspokals wird der klassenhöhere SV Guntersblum mit 8:1 demontiert und in der ersten Runde des Südwestpokals erleidet Verbandsligist TuS Neuhausen eine 0:7-         Demütigung. Und das Hallenturnier des FC Germania Eich wird wie im Vorjahr gewonnen. In der Bezirksklasse ist die 1b das Nonplusultra. Ungeschlagen geht man in die Winterpause, und in der Fairnesstabelle liegt man auf Platz zwei. Das 4:2 gegen Verfolger Herrnsheim kommt da fast einer Vorentscheidung gleich - bei 15 Punkten Vorsprung und zehn Restbegegnungen. Fünf Spieltage vor Schluss mach die 1b dann auch souverän den Aufstieg mit einem 5:2 gegen Gau-Heppenheim perfekt. Erst am letzten Spieltag kassiert man gegen Mauchenheim die erste und einzige Saisonniederlage. Verletzungsbedingt mit sechs Jugenspielern und etlichen aus der zweiten Reihe angetreten, heißt es am Ende gleich 1:6... Das schmälert aber nicht die Bilanz mit 87:35 Toren und 14 Punkten Vorsprung. Gekrönt wird diese perfekte Saison dann im Bezirkspokalfinale gegen Ingelheims 1b. Zur Halbzeit liegt man bereits mit 1:3 zurück, doch Tobias Klotz und Michael Gerst drehen das Spiel binnen sieben Minuten: Klotz per Elfmeter in der 50. und Goalgetter Gerst mit einem lupenreinen Hattrick (54., 57., 72.), der damit den 5:3-Endstand besorgt und die 1b praktisch im Alleingang zum Titelgewinn schießt.

Saison 2005/2006

Mit einem um sieben Jugendspieler und ein paar "externe" Zugänge aufgestockten Kader geht man in die erste Bezirksligasaison. Trainiert wird die nun "Wormatia Worms II" titulierte Mannschaft von Spielertrainer Kay Strippel (SV Horchheim), da Norbert Hess sich ganz auf seine Co-Trainertätigkeit bei der Oberligaelf Konzentriert. Das Saisonziel des frischgebackenen Aufsteigers lautet zunächst einmal "Klassenerhalt". In einer allgemein sehr torreichen Saison belegt die "WII" mit 74:57 Toren letztlich den achten Tabellenplatz, wobei das Saisonziel "Klassenerhalt" recht früh gesichert werden kann. Überraschend deutlich fällt der Sieg im Rückspiel gegen Mitaufsteiger Eintracht Herrnsheim aus - 12:1. Den Bezirkspokal kann man leider nicht verteidigen, im Viertelfinale ist bereits Schluss. Dafür gibt es im Südwestpokal wieder einen Sieg gegen einen klassenhöher spielenden Club (1:0 gegen Horchheim), gefolgt vom Ausscheiden in der zweiten Runde.