Willi Winkler

1 A-Länderspiel

geboren am 24.08.1903
verstorben am 12.05.1967

Wormatias erster Nationalspieler begann seine Fußballerlaufbahn in frühester Jugend ursprünglich als Torhüter im Trikot des VfR 08 Worms. Schon zu dieser Zeit war die außergewöhnliche Schusskraft sein auffallendstes Merkmal. Erst der Wechsel in den Sturm war der Anfang einer großen Karriere. Ab 1922 beim fusionierten VfR Wormatia wurde er im rechten Offensivbereich als Halb- wie auch Flügelstürmer ein herausragender Akteur. Fünf Meisterschaften schoss Winkler Mitte der Zwanziger heraus und sorgte in den Endrunden um die Süddeutsche Meisterschaft für Furore. SpVgg Fürth, Bayern München, Karlsruher FV, Saarbrücker FV und die Stuttgarter Kickers, die alle zur süddeutschen Extraklasse gehörten, mussten das Wormser Innentrio Willi Winkler, Ludwig Philipp und Ludwig Müller erleben. Dieses Dreigestirn dürfte das Beste gewesen sein, das Wormatia jemals besaß. Richard Kirn, einer der bedeutendsten Journalisten der Frankfurter Nachkriegszeit, prägte später einmal den Begriff der "Wormser Schießbude".

Winkler, ein lockenköpfiger Athlet, wurde mehrmals in die süddeutsche Auswahlmannschaft berufen und erhielt 25jährig im September 1928 schließlich erstmals die Gelegenheit, seine Qualitäten im internationalen Vergleich unter Beweis zu stellen. Doch zwischen Nürnbergern und Fürthern, diese stellten damals das Gros der A-Nationalmannschaft, wirkte Winkler fremd. Der damalige Reichstrainer Dr. Otto Nerz ließ ihn wieder fallen, sein Einsatz beim 2:0 gegen Norwegen in Oslo blieb sein einziges Länderspiel. Für viele unverständlich, denn Winkler war der geborene Torjäger, der für seine Wormatia in den kommenden Jahren noch viele Tore schoss und am Ende seiner Karriere im fortgeschrittenen Alter auch auf der rechten Verteidigerposition eine gute Figur machte.

1967, im Alter von 64 Jahren, raffte ihn eine schwere Erkrankung dahin. Er wird in Worms unvergessen bleiben.

Statistik

  Datum Spielort Spielpaarung   Tore
1 23.09.1928 Oslo Norwegen - Deutschland 0:2 -

Archivar

Christian Bub
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