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3:0-Sieg in Memmingen – Klassenerhalt unter Dach und Fach

Alles „was wäre wenn“ hat ein Ende: Seit gestern kann Wormatia der Klassenerhalt auch rechnerisch nicht mehr genommen werden. Wittke, Hübner und Schröer treffen zum 3:0-Sieg beim FC Memmingen.

So richtig wussten die 50 mitgereisten Fans nach dem enttäuschenden Pokalaus nicht, welches Spiel sie nun erwartete. Memmingen widerfuhr im Pokal das gleiche Schicksal und schied wie die Wormaten gegen einen abstiegsbedrohten Oberligisten aus. Zudem schien bei den Gastgebern nach deren frühzeitigem Klassenerhalt die Luft raus zu sein. Zumindest gingen die letzten drei Spiele alle frühzeitig verloren, sämtliche Gegentore, zuletzt deren vier gegen den Vorletzten FSV Frankfurt II, fielen dabei in der ersten Halbzeit. Luft raus also, galt das jetzt auch für Wormatia?

Neunzig Minuten lang hieß die Antwort offensichtlich „nein“, denn die Wormaten zeigten sich wieder spielfreudig und zielstrebig. Auch die Memminger Spieler wollten den 1.340 Zuschauern etwas bieten und spielten munter mit, sodass sich ein flottes Spiel entwickelte, wenn auch zunächst ohne Torchancen. Nach 22 Minuten hat Maximilian Knuth die ersten Gelegenheiten für den FCM mit einer Doppelchance. Sein Kopfball gegen die Laufrichtung Kevin Knödlers verfehlte das Tor um zwei Handbreiten, der Schuss aus spitzem Winkel kurz danach war dagegen zu ungefährlich. Nach exakt einer halben Stunde brachte Kevin Wittke den VfR mit einem schönen Freistoßtor in Führung, nachdem Martin Gollasch an der rechten Strafraumkante zu Fall gebracht worden war. Ballsicherer und spritziger als die Gastgeber ging es munter weiter und Gollasch hätte Torwart Kirchenmaier mit einer scharfen Flanke an den kurzen Pfosten fast überlistet (36.). Gleich darauf aber wurde die Führung ausgebaut. Lucas Oppermann kam über links und als dessen Flanke drei, vier Meter in der Luft zurückgelegt hatte, konnte man sich schon auf den Torjubel vorbereiten: Zu perfekt die Flugbahn, viel zu frei Rudi Hübner in der Mitte. Am Fünfmeterraum, umrahmt von drei teilnahmslosen Abwehrspielern, konnte sich der Torjäger die Ecke aussuchen und köpfte sein 16. Saisontor (37.). Direkt im Gegenzug verhinderte Sandro Rösner den Anschlusstreffer, als er einen Kopfballaufsetzer auf der Linie klärte (38.).

Auch im zweiten Durchgang dominierte der VfR und verpasste zunächst mehrmals den dritten Treffer. Martin Röser zog mit schönem Dribbling von der Außenbahn in die Mitte und feuerte knapp am Tor vorbei (55.). Mit zwei Doppelpässen kombinierten sich fünf Minuten später Rudi Hübner und Martin Gollasch bis in den Strafraum, der letzte Pass landete jedoch beim Torwart. Wieder fünf Minuten später erlief sich Martin Röser einen langen Ball auf Rechtsaußen, schüttelte technisch versiert seinen Gegenspieler ab und legte für den eingewechselten Patrick Barnes auf, dessen Flachschuss an den linken Pfosten klatschte. Die Szene war noch nicht zu Ende, der Ball landete letztlich bei Frank Schröer und dessen halbhoher Schuss aus knapp 20 Metern konnte platzierter nicht sein – 3:0 (66.). Danach passierte nicht mehr viel, auch ein Ehrentreffer der konsternierten Memminger gelang nicht mehr (84.).

Durch den Sieg schieben sich die Wormaten auf Platz 13 hoch, mit nun zwölf Punkten Vorsprung auf Wehen II, sechs auf den FSV Frankfurt II und zwei auf die SG Sonnenhof Großaspach. Sogar Nürnberg II auf Platz 12 ist wieder in Schlagdistanz. Weiter geht es am nächsten Sonntag mit dem vorletzten Heimspiel gegen den SC Pfullendorf. Ob dann auch Lucas Oppermann zur Verfügung steht, muss sich zeigen. Er hatte sich beim Versuch der Balleroberung plötzlich an den Oberschenkel gegriffen und war nach einer knappen Stunde vom Spielfeld gehumpelt.

FC Memmingen
Kirchenmaier – J. Rehm, Bader (71. Heger), Holzapfel (60. Mangler), Pfohmann – A. Maier (76. Rabus), Kahric – Zobel, Hindelang, Knuth – Decker.

Wormatia Worms
Knödler – Lang (69. Wagner), Rösner, Stark, Krettek – Schröer – Gollasch, Wittke, Röser (82. Pantano) – Hübner, Oppermann (57. Barnes).

Tore: 0:1 Wittke (30./Freistoß), 0:2 Hübner (37.), 0:3 Schröer (66.)
Gelb:
Decker, Hindelang – Pantano
Schiedsrichter: Bärmann (Leipzig)  Zuschauer: 1.340

P.S. An dieser Stelle schicken wir herzliche Grüße nach Leuna in Sachsen-Anhalt an den neuesten Wormatia-Fan Jürgen!

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