Nebenplätze

Sommer 2002. Die Jugendmannschaften tragen ihre Spiele wie in den Jahrzehnten zuvor auf den beiden staubigen Hartplätzen hinter dem Stadion aus. Grätschen sind schmerzhaft, der Boden ist hart, und der Staub legt sich auf die Atemwege. Abends spenden die Trainingsflutlichter aus den 60ern das gewohnte funzelige Licht. Soll auf Rasen trainiert werden, muss das überstrapazierte Stadionfeld herhalten - oder man weicht auf die Wiese beim Schwimmbad aus. Kurz: Die Trainingsbedingungen beim VfR Wormatia sind alles andere als einladend.

Sonntag, 27.10.2002: Jetzt ist es passiert. Während der Halbzeitpause eines Spiels der zweiten Mannschaft, hält einer der hölzernen Flutlichtmasten dem starken Wind nicht mehr stand und knickt um. Glücklicherweise wird niemand verletzt. Ein deutliches Zeichen: Jetzt muss etwas getan werden! In der Folge werden alle Flutlichtmasten abmontiert und im Frühjahr 2003 verfügen beide Hartplätze über eine nagelneue Flutlichtanlage.

Dies war praktisch der Startschuss um all das nachzuholen, was in den letzten Jahrzehnten versäumt wurde.

Rasenplatz

Im Frühjahr 2003 begannen die Planungen, den kleineren der beiden Hartplätze in ein Rasenspielfeld umzuwandeln. Dieser frühere Handballhartplatz war aufgrund seiner zu geringen Ausmaße für Fußballspiele ungeeignet. Mithilfe von Sponsoren und vor allem großzügiger privater Spenden, konnte an dieser Stelle ein Naturrasenplatz für die Wormatiajugend mit den fußballtypischen Abmessungen entstehen. Seit 2004 bietet er verbesserte Trainingsbedingungen für hunderte Jugendliche der A- bis G-Jugend.

Kunstrasenplatz

2006 folgte der größere der beiden Hartplätze. In der Sommerpause entstand innerhalb von zwei Monaten ein strapazierfähiger Kunstrasenplatz. Die Zwischenräume der Kunststoffhalme sind mit Gummigranulat aufgefüllt, was einen weichen, aber schnellen Spielbelag ergibt. Der Kunstrasen wird am stärksten genutzt; sämtliche Jugendmannschaften, die Wormatia II und die Frauenmannschaft sorgen für regen Betrieb. Die Zeit des Staubschluckens wurde damit innerhalb knapp drei Jahren beendet.

Kleinspielfeld

Im Herbst 2007 entstand ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen, das hauptsächlich für die jüngsten Wormatia-Kicker zur Verfügung steht. Dank gebührt der ALISA-Stiftung, die den Bau mit einer großzügigen Spende möglich gemacht hat - im Gegenzug steht der Platz auch jedem offen. Das Spielfeld befindet sich am Kopfende des großen Kunstrasens und grenzt direkt an den Gästeblock.