
Als Wormatia 1938 mit dem Reichsbahn-Turn-und Sportverein Worms zum RTSV Wormatia 08 Worms fusionierte, wuchs der Spielbetrieb an der Alzeyer Straße einmal mehr. So wurde das Stadion, wie vielerorts in Deutschland mittlerweile in Adolf-Hitler-Kampfbahn umbenannt, im Jahre 1939 erstmals großzügig umgebaut. Eine Aschenlaufbahn umsäumte künftig das Spielfeld, dessen Rasen im Wäldchen ausgestochen, per Fuhrwerk ins Stadion gebracht und dort wieder verlegt wurde. Stehränge und Haupttribüne wurden abgerissen und um einige Meter versetzt neu aufgebaut: Die Stehränge mit selbst gegossenen Stehstufen, die heute noch in den Kurven liegen, die Haupttribüne mit einer Vortribüne auf 1.200 Plätze erweitert. Dort gab es nun auch moderne Umkleidekabinen mit Warmwasserheizung und angegliederten „wieder hygienischen“ (Zitat Festschrift 1948) Wasch- und Duschräumen. Das Stadion hatte nun ein Fassungsvermögen von 25.000 Plätzen und konnte, abgesehen vom Frankfurter Waldstadion, als schönste und beste Anlage im Südwesten gelten.

