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Stadionumbau für die Regionalligasaison 2008/09

Für die Saison 2008/2009 musste das altehrwürdige Wormatia-Stadion regionalligatauglich gemacht werden. Die Stehvortribüne musste weichen, zusätzliche Sitzplätze geschaffen, ein Gästeblock errichtet, Stehplätze saniert werden und vieles mehr.
Offizieller Baubeginn war am 17.07.2008, die offizielle Einweihung am 11.11.2008 mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Kaiserlautern. Das erste Regionalligaheimspiel musste wegen des Umbaus im Ludwigshafener Südweststadion stattfinden, das zweite gegen Eintracht Trier am 13.09. fand bereits im "neuen" Wormatia-Stadion statt.

Gegengerade
Nachdem im Vorfeld viele Kabel und Leitungen verlegt wurden, begann die "richtige" Sanierung mit dem Abriss der Gegengerade. Diese bestand, wie auch die Kurven, noch aus den handgegossenen Stehstufen von 1939. Im Laufe der Jahre hatten diese sich merklich abgesenkt und wurden unterspült, sodass an vielen Stellen geflickt wurde (zuletzt 2007 zum DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05). Hier wurden nun nach den Abrissarbeiten Fundamente gegossen, Betonfertigteile eingesetzt und Wellenbrecher eingebaut. Nun handelt es sich auch um eine "korrekte" Gerade, die unterste Stufe ist an allen Stellen gleich weit vom Zaun entfernt, die Plätze sind insgesamt näher ans Spielfeld gerückt. Entgegen der ursprünglichen Planungen erstreckt sich die Gegengerade nun von Flutlicht zu Flutlicht und bietet Platz für etwa 2.800 Zuschauer. Die zusätzlichen ungeplanten Plätze wurden durch das weiterverwenden der alten Vortribünenteile erreicht, die links und rechts an die neuen Fertigteile angebaut wurden. Ursprünglich sollten diese links und rechts neben die neuen Nebentribünen gesetzt werden, was allerdings mit den DFB-Richtlinien nicht in Einklang zu bringen war.

Gästeblock
Die eben genannte ungeplante Vergrößerung der Gegengerade bedeutete eine Verschiebung des Pufferblocks und damit eine Verkleinerung des neuen Gästeblocks von geplanten 1.300 Plätzen auf etwa 500. Dieser wurde auf die gleiche Weise wie die Gegengerade errichtet und benötigte nach DFB-Richtlinien einen aufwändigen separaten Eingang über die Carl-Villinger-Straße.

Vortribüne
Gemäß der Blocktrennung sind Stehplätze auf der Haupttribünenseite nicht mehr erlaubt. Wie bereits erwähnt, wurden die alten Vortribünenteile auf der Gegengerade verbaut. An ihre Stelle wurden neue Fertigteile eingesetzt, auf denen neue Sitzschalen angebracht wurden. Auf diese Weise entstanden 510 neue Sitzplätze. Die neue Vortribüne reicht bis knapp an den Zaun, der zur besseren Sicht auf Hüfthöhe gestutzt wurde. An einer Lösung der Sichtbehinderung durch die Trainerbänke wird allerdings noch gearbeitet.

Haupttribüne
Auch auf der Hauptribüne war einiges zu tun. Die Sitzschalen mussten komplett getauscht und Aufgänge markiert werden, ein Einsatzstand für die Polizei wurde eingerichtet, die Lautsprecheranlage wurde ausgetauscht. Auch im Inneren der Tribüne wurde gewerkelt. Die in die Jahre gekommene Heizungsanlage wurde ausgetauscht, sämtliche sanitären Anlagen auf Vordermann gebracht und vieles mehr.

Nebentribünen
Dieser Bereich wurde als Letzter fertig. Links und rechts der Hauptribüne wurden die alten Stehstufen abgerissen und zwei unüberdachte Sitztribünen mit je 498 Plätzen errichtet. Dadurch erhöht sich die Sitzplatzkapazität des Stadions von knapp 1.000 auf insgesamt 2.424 Plätze.

Sonstiges
Die sanierungsbedürftigen Kurven mussten gesperrt, das Stadion in drei Bereiche mit separatem Zugang geteilt werden (Sitzplätze, Gegengerade, Gästeblock). Gegengerade und Gästeblock wurden mit Toiletten und Imbissbuden ausgestattet, außerdem musste eine Video-Überwachungsanlage installiert werden. Das Flutlicht wurde regionalligatauglich gemacht und die alten Lampen an der Hauptribüne montiert. Und endlich sind die Stadiondurchsagen auch auf der Gegengerade zu hören.

 

Pläne und Daten zum Umbau gibt es hier (Homepage der Stadt Worms).

Fotos von Karin Flesner