Karl "Bubi" Blankenberger

183 Punktspiele
128 Tore

geboren am 08.05.1921
verstorben im August 1956

Karl Blankenberger war in den Jahren 1946 bis 1954 das Idol der Wormser Fußballjugend. "Bubi", bei Bei Blau-Weiß Worms groß geworden, war ein mit allen technischen Feinheiten ausgestatteter Spieler. Ein Ballkünstler reinsten Stils, der in seiner ganzen Spielweise und Eleganz an Fritz Walter erinnerte. Seine Spielübersicht und Technik gestatteten ihm immer wieder mit neuen Ideen die gegnerische Abwehr herauszulocken und auszuspielen, um seinen Mitspielern freie Schussbahn zu verschaffen. Als zurückgezogener Halbstürmer, stets zwischen Abwehr und Angriff pendelnd, war er Dreh- und Angelpunkt des Wormatia-Spiels. Mit dem Paradeangriff um Blankenberger, Helmut Müller, Fritz Hammer, Georg Bogert und Ernst Vogt - jeder immer für ein Tor gut - wurden Ergebnisse erzielt, die man schon als selbstverständlich hinnahm. Mainz 05 (5:0), TuS Neuendorf (7:0) und Phönix Ludwigshafen (6:1) handelten sich Klatschen ein. Zwei Jahre lang blieb diese Elf zuhause unbesiegt, Pokal- und Testspiele eingeschlossen.

In der Südwestauswahl kam man an Blankenberger nicht vorbei, ebenso wie an seinen Teamkollegen Müller, Mechnig und Vogt, die zusammen mit den Weltmeistern vom FCK (Fritz und Ottmar Walter, Werner Liebrich und Horst Eckel) eine starke Elf bildeten. Im Trikot dieser Auswahl machte Bubi eines seiner größten Spiele: Im Ludwigshafener Südweststadion wurde die Hamburg-Auswahl vor 55.000 Zuschauern (!) 5:0 demontiert, Blankenberger zauberte mit Fritz Walter Spielzüge auf den Rasen, die die Zuschauer in wahre Begeisterungsstürme versetzte und krönte seine Leistung mit zwei herrlichen Kopfballtreffern.

Mit 128 Treffern steht Blankenberger in der ewigen Wormatia-Torjägerliste auf Platz zwei, hat allerdings gegenüber Rekordhalter Helmut Müller den besseren Trefferschnitt. Nach Ende seiner aktiven Laufbahn wurde er Trainer beim FSV Abenheim, wo er im August 1956 im Alter von gerade einmal 35 Jahren am Spielfeldrand urplötzlich einem Herzinfarkt erlag. Sein Tod war für Angehörige, Freunde, Bekannte, aber auch für ganz Fußball-Worms unfassbar. Sein Name steht auch heute noch in den Annalen der Vereinsgeschichte ganz oben, Bubi Blankenberger bleibt unvergessen.

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Christian Bub
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